Neuer Bankriese in Frankreich: Nr. 1 in Vermögensverwaltung

NatIxis ist mit mehr als 500 Milliarden Euro im Portefeuille der grösste Vermögensverwalter in Frankreich. Der neue Riese ist zudem die Nummer eins bei der Mittelstandsfinanzierung im Lande und weltweit einer der grössten Kreditversicherer. Als operativen Konzernchef wählte die Gründungs-Hauptversammlung den Volksbanken-Chef Philippe Dupont.


Die Zahlen zur neuen Gruppe
Volksbanken und Sparkassen halten zunächst je 45,5 Prozent der Anteile. Die Beteiligungen sollen jedoch über die Ausgabe von Aktien – an denen sich beide nicht beteiligen – für 5,0 bis 5,5 Milliarden Euro auf jeweils 34 Prozent sinken. Der Börsengang soll am 6. Dezember abgeschlossen werden. Analysten erwarten von der Fusion Synergieeffekte von bis zu 522 Millionen Euro. Die neue Gruppe hat 23 000 Mitarbeiter und kommt rechnerisch für 2005 auf einen Überschuss von 1,7 Milliarden Euro.


Neues Institut nach deutschem Vorbild
Die Filialnetze der Sparkassen und Volksbanken, die ein Fünftel des französischen Marktes halten, bleiben bestehen. Ein Teil ihrer Ergebnisse fliesst aber in NatIxis ein. Das neue Institut bekommt nach deutschem Vorbild einen vom Vorstand getrennten Aufsichtsrat. Die Versicherungstöchter bleiben von der Fusion ausgeschlossen, um Kompensationszahlungen zu vermeiden. (awp/mc/ab)

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