Neuer Chef sieht Société Générale nicht in einer Krise

Dies sagte Oudéa in einem gemeinsamen Interview mit dem «Handelsblatt» (Mittwochausgabe) und der französischen Tageszeitung «La Tribune». «Wir sind in der Lage, gezielte Zukaufmöglichkeiten zu nutzen.» Dabei denke er primär an gezielte Akquisitionen in Wachstumsländern. Einer Grossfusion erteilte Oudéa eine Absage: «Die Krise hat gezeigt, dass nicht Grösse entscheidend ist, sondern der richtige Business-Mix.»

Fortsetzung von Boutons Kurs
Oudéa will damit den Kurs seines Vorgängers Daniel Bouton unverändert fortsetzen. Bouton hatte nach einem Händlerskandal den Posten aufgegeben. Ende Januar hatte Ex-Händler Jérôme Kerviel mit unerlaubten Spekulationsgeschäften der Bank einen Verlust von 4,9 Milliarden Euro eingebracht. Daraufhin musste die Bank ihr Kapital um 5,5 Milliarden Euro erhöhen. «Die Tatsache, dass die Kapitalerhöhung deutlich überzeichnet war, zeigt, dass Investoren unseren Kurs unterstützen?, sagte Oudéa in dem Interview. Markt-Spekulationen, denen zufolge das Investmentbanking nach dem Skandal zurechtgestutzt würde, wies er zurück: «Ich habe keinen Grund, das Geschäftsmodell der Investmentbank zu ändern.» (awp/mc/ps)

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