Nike spürt Krise: Umsatz geht zurück

Ein eher düsteres Bild zeichnete der Manager auch für das im Juni anlaufende kommende Geschäftsjahr: In den ersten sechs Monaten werden die Erlöse rückläufig sein. Steigende Umsätze seien frühestens wieder in der zweiten Jahreshälfte zu erwarten. Die Nike-Aktie sank nachbörslich in den USA um mehr als vier Prozent. Die Aktie des Konkurrenten adidas gab am Donnerstag im frühen Handel ebenfalls nach. PUMA hielten sich leicht im Plus.


Sparmassnahmen
Die Wirtschaftskrise macht auch vor der sonst so erfolgsverwöhnten Sportartikelindustrie nicht halt. Hatten 2008 noch Fussball-Europameisterschaft und Olympiade für ein dickes Auftragspolster und entsprechend steigende Umsätze gesorgt, stehen 2009 keine vergleichbar grossen Ereignisse an. Hinzu kommt ein schwindender Privatkonsum, steigende Herstellungskosten und volle Lager bei den Einzelhändlern. Aber auch die starken Währungsschwankungen hinterlassen tiefe Spuren in den Bilanzen. Nike hatte bereits Sparmassnahmen angekündigt. Weltweit stehen bis zu 1.400 Stellen auf der Kippe.


Europa-Auftragsbestände eingebrochen  
In dem Ende Februar abgelaufenen dritten Geschäftsquartal ging der Umsatz um zwei Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar zurück. Das Orderbuch für Auslieferungen im Frühjahr und Sommer wies ein Minus von zehn Prozent auf. Ein Prozent ging dabei auf das Konto der USA, wohingegen in der Region Europa die Auftragsbestände um 25 Prozent einbrachen.


Umbro-Übernahme belastet 
Die Übernahme des britischen Fussballausrüsters Umbro schlug sich im Ergebnis nieder. Nike musste bei Umbro eine Abschreibung auf den Firmenwert vornehmen, was im dritten Quartal mit 241 Millionen Dollar zu Buche schlug. Dadurch verringerte sich der Überschuss im Vergleich zum Vorjahr um 47 Prozent auf 243,8 Millionen Dollar oder 50 Cent je Aktie. Vor Sonderposten belief sich der Gewinn je Aktie auf 99 Cent, was mehr war als von Analysten erwartet. (awp/mc/ps/33)

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