Nobel Biocare erwirtschaftet höheren Quartalsgewinn

Dies gilt sowohl für das Unternehmen als auch für den Dentalimplantate-Markt. Nobel Biocare hat im dritten Quartal 2009 einen Umsatz von 125,3 (VJ 132,8) Mio EUR ausgewiesen. Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg auf 28,0 Mio EUR unter Ausschluss der Restrukturierungsaufwendungen bzw. auf 26,2 Mio EUR inklusive Restrukturierungsaufwand (VJ 22,5) Mio EUR, bei einer EBIT-Marge vor Restrukturierungskosten von 22,3 (16,9)%.


Reingewinn vervielfacht
Unter dem Strich resultierte ein höherer Reingewinn von 34,8 vor Restrukturierungskosten bzw. 33,6 Mio EUR danach (VJ 13,5) Mio EUR, bei einer Reingewinnmarge vor Restrukturierungskosten von 27,8 (10,2)%, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das Nettofinanzergebnis lag bei 17,2 (-1,2) Mio EUR. Diese Steigerung sei insbesondere auf hohe Währungsgewinne zurückzuführen, sagte CEO Domenico Scala an einem Newswire-Call.


Gewinnerwartungen leicht übertroffen
Mit den ausgewiesenen Zahlen hat das Unternehmen die Prognosen der Auguren für das dritte Quartal beim Umsatz leicht verfehlt, auf Stufe EBIT und Reingewinn aber übertroffen. Von AWP befragte Analysten hatten im Vorfeld mit einem Umsatz von 128,1 Mio EUR, einem EBIT von 26,9 Mio und einem Reingewinn von 17,1 Mio gerechnet. In den ersten neuen Monaten sank der Umsatz auf 425,7 (456,6) Mio EUR. Das Nettofinanzergebnis lag für diesen Zeitraum bei 10,9 Mio EUR, nach -20,9 Mio im Vorjahr.


Stabilisierungsanzeichen
Auf der Länderebene sieht der CEO eine Stabilisierung in einzelnen Ländern. «Wir sehen in den meisten Märkten Anzeichen einer Stabilisierung», sagte Scala. Dabei hätten sich insbesondere die Märkte in Europa – mit Ausnahme von Spanien – gegenüber dem Vorjahr stabil gehalten oder sogar verbessert. Der Umsatz lag im Q3 in der Region EMEA insgesamt aber mit 52,3 (55,1) Mio EUR unter dem Vorjahr. In Nordamerika fiel der Umsatz auf 43,2 (46,7) Mio EUR. Die Geschäftsentwicklung habe sich im Q3 zwar gegenüber dem Vorquartal verbessert, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wirkten sich aber weiterhin negativ auf den amerikanischen Markt aus, mit der Konsequenz, dass die Patientenfrequenzen immer noch tief blieben und Behandlungen verschoben würden, heisst es.


Region Asien/Pazifik zieht wieder leicht an
In der Region Asien/Pazifik stieg der Umsatz dagegen leicht auf 26,8 (26,1) Mio EUR. Im Markt Lateinamerika und Rest der Welt sank der Umsatz dagegen auf 3,0 (4,9) Mio EUR. Im Q3 wurde die Belegschaft um weitere 80 Stellen reduziert, womit im Jahresverlauf insgesamt 312 Stellen abgebaut wurden. Der Stellenabbau sei mit Blick auf eine Verbesserung der operativen Effizienz und der Kostenstruktur erfolgt, heisst es.


Tritt auf Kostenbremse
«Unser Ergebnis dokumentiert, dass sich unser Geschäftsmodell auch in diesem anspruchsvollen wirtschaftlichen Marktumfeld bewährt. Margen und Rentabilität liegen weiterhin auf hohem Niveau», kommentiert Scala das Ergebnis. Die Markteinführung des neuen Scanners und der Software verlaufe nach Plan und werde ihr volles Potenzial entfalten, sobald das Gesamtangebot verfügbar sei. «Weiter haben wir unsere Kostensenkungsmassnahmen konsequent vorangetrieben, hierzu gehört auch die Straffung des Produktangebots. Während einige Märkte Anzeichen einer Stabilisierung zeigen, insbesondere in Europa, bleibt die Visibilität gegenwärtig weiterhin gering», so der CEO weiter.


Implantatmarkt 2009 bislang um 8 Prozent geschrumpft
Da die Patienten ihre Behandlungen weitgehend selbst finanzierten, wirkten sich Verschiebungen von Behandlungen und reduzierte Patientenfrequenzen auf die Umsätze von Nobel Biocare aus. Das Unternehmen schätzt, dass der Implantatmarkt in den ersten neun Monaten 2009 um etwa 8% schrumpfte. Aufgrund der geringen Visibilität sei es verfrüht, von einer möglichen Erholung zu sprechen, oder quantitative Prognosen abzugeben, sagte Scala weiter. Die Fundamentalfaktoren des Dentalmarkts blieben jedoch intakt. (awp/mc/ps/01) 

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