OECD veröffentlicht Liste der Steuerparadiese

Die OECD begrüsste das Ergebnis des G20-Treffens. Jetzt müssten die Verpflichtungen in konkretes Handeln umgesetzt werden.


Schweiz: Noch kein Abkommen mit anderem Land geschlossen
Sieben Staaten, darunter die Schweiz, Österreich, Luxemburg und Andorra, haben der OECD zufolge in den vergangenen Wochen die Standards akzeptiert, aber noch kein Abkommen mit einem anderen Land geschlossen. Monaco, Liechtenstein und Belgien haben 2009 ihr erstes Abkommen mit einem anderen Staat über den Austausch von Steuerdaten unterzeichnet. Insgesamt haben 38 Staaten und Einheiten die Umsetzung zugesagt, aber noch nicht ausreichend vollzogen.


Kanal- und Karibik-Inseln nicht auf «grauer» oder «schwarzer» Liste
Wesentlich umgesetzt werden die Regeln der OECD zufolge von 40 Staaten und Einheiten, darunter Deutschland, die USA und China, aber auch die Isle of Man, Guernsey und die US Virgin Islands. Die Steuerstandards waren von den Finanzministern der G20 bereits 2004 in Berlin vereinbart worden.


Vergangene Woche hatten OECD-Experten darüber beraten, wie Österreich, die Schweiz, Belgien und Luxemburg «aus ihrem Politikwechsel resultierende technische Fragen lösen» könnten. Die Verhandlungen mit kleinen Staaten, die rein verwaltungstechnisch lange Zeit benötigen, um Steuerabkommen mit vielen Staaten zu schliessen, sollen beschleunigt werden. (awp/mc/pg/36)

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