Ölpreis sinkt unter 60 Dollar – Schwächere US-Konjunktur belastet

Die Kursverluste seien insbesondere auf die schwachen US-Konjunkturdaten vom Freitag zurückzuführen, die die Rohstoffmärkte belasteten, sagte Ölexperte Edward Meir von Man Financial. Andere Länder könnten das schwächer als erwartet ausgefallene Wachstum der «Wirtschaftslokomotive» USA wohl nicht auffangen. Wahrscheinlicher sei vielmehr, dass die konjunkturelle Abschwächung von den USA aus auf andere Länder abstrahle, sagte Meir. Das Wachstum der US-Wirtschaft hatte sich im dritten Quartal stärker als erwartet abgeschwächt. Das Bruttoinlandprodukt war nach Angaben des US-Handelsministeriums vom Freitag mit einer hochgerechneten Jahresrate von 1,6 Prozent gewachsen. Dies ist das niedrigste Quartalswachstum seit drei Jahren. Experten hatten mit einem Wachstum von 2,1 Prozent gerechnet.


OPEC
Daneben belasteten den Ölmarkt Berichte, wonach die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) im Oktober mehr Rohöl als im Vormonat produziert haben soll. Dies werfe die Frage auf, ob die von der OPEC beschlossene Förderkürzung von 1,2 Millionen Barrel pro Tag tatsächlich umgesetzt werden könne, sagte Michael Davies von Sucden Research. Gestützt worden sei der Ölpreis hingegen von Berichten aus Saudi-Arabien über mögliche Terrorangriffe gegen heimische Förderanlagen. Die Ölanlagen Saudi-Arabiens seien «ein mögliches Ziel» terroristischer Attacken, wenngleich hohe Sicherheitsmassnahmen zu deren Schutz ergriffen worden seien, teilte das saudi-arabische Innenministerium am vergangenen Freitag mit. Der Preis für OPEC-Rohöl sank am Freitag. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel (159 Liter) im Durchschnitt 55,53 US-Dollar. Das waren 59 Cent weniger als am Donnerstag. Der Korbpreis der OPEC wird aus elf wichtigen Sorten des Kartells berechnet. (awp/mc/gh)

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