Ölpreise deutlich gestiegen – Chinesisches Konjunkturpaket stützt

Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Dezember kletterte um 3,25 Dollar auf 60,63 Dollar. Ausschlaggebend für die Kursgewinne ist laut Commerzbank das von der chinesischen Regierung geplante Konjunkturpaket. Das Paket hat eine Grössenordnung von 570 Milliarden US-Dollar (rund 442 Milliarden Euro). Damit soll die Binnenkonjunktur gestärkt werden, um zurückgehende Exporte auszugleichen. «Nun dürfte auf ähnliche Massnahmen auch in den anderen grossen Volkswirtschaften spekuliert werden, zumal am kommenden Wochenende in Washington der Weltfinanzgipfel stattfindet», erwartet die Commerzbank.


OPEC vor erneuter Kürzung der Fördermenge?
Zudem seien die Aussichten gestiegen, dass die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) die Fördermenge im Dezember erneut kürzt, sollte der Ölpreis bis dann keinen Boden gefunden haben. So will der staatliche saudi-arabische Ölkonzern Aramco seine Öllieferungen nach Asien ab Dezember um 5 Prozent reduzieren. Dies sei die erste offizielle Bestätigung, dass Saudi-Arabien dem Kürzungsbeschluss der OPEC von Ende Oktober Folge leiste.


OPEC-Öl günstiger
Der Korbpreis für Rohöl der OPEC ist am Freitag erneut gesunken. Ein Barrel (159 Liter) aus den Fördergebieten des Kartells habe 53,49 US-Dollar gekostet, teilte das OPEC-Sekretariat am Montag in Wien mit. Das waren 1,40 Dollar weniger als am Donnerstag. Die OPEC berechnet ihren täglichen Durchschnittspreis auf der Basis von 13 wichtigen Sorten der Mitgliedsländer. (awp/mc/ps/21)

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