Ölpreise gestiegen – Drohender Wirbelsturm treibt Preise

Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent kletterte um 2,00 Dollar auf 116,64 Dollar.


«Gustav»: BP zieht Teil seiner Mitarbeiter ab
Experten begründeten die festere Tendenz der Ölpreise vor allem mit Angebotsrisiken. So könne sich der Tropensturm «Gustav» in einen Hurrikan wandeln und damit die für US-Ölimporte bedeutende Region im Golf von Mexiko bedrohen, hiess es. Laut der Commerzbank könnte «Gustav» der stärkste Wirbelsturm seit drei Jahren werden. Der Mineralölkonzern BP zog bereits einen Teil seiner Mitarbeiter von Ölförderanlagen ab. Daneben würden die Ölpreise weiterhin von den Spannungen zwischen dem Westen und Russland wegen des Georgien-Konflikts belastet. Bereits am Dienstag hatte Russland die abtrünnigen georgischen Provinzen Abchasien und Südossetien als unabhängig anerkannt und damit für weitere Spannungen gesorgt.


US-Rohöllagerbestände leicht gefallen
Die in den USA in der vergangenen Woche leicht gefallenen Rohöllagerbestände machten sich hingegen kaum am Ölmarkt bemerkbar. Die Rohölbestände waren um 0,1 Millionen Barrel auf 305,8 Millionen Barrel gesunken. Die Bestände an Benzin sanken deutlicher. Das Ministerium meldete einen Rückgang um 1,2 Millionen Barrel auf 195,4 Millionen Barrel. Die Bestände an Heizöl und Diesel (Destillate) verharrten unverändert bei 132,1 Millionen Barrel.


OPEC-Rohöl etwas günstiger
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist leicht gesunken. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel (159 Liter) am Dienstag 110,51 US-Dollar. Das waren zehn Cent weniger als am Vortag. Die OPEC berechnet den täglichen Durchschnittspreis auf der Basis von 13 wichtigen Sorten des Kartells. ( awp/mc/pg/24)

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