Ölpreise gestiegen – Gefallene US-Rohöllagerbestände

«Der unerwartet kräftige Rückgang der US-Rohöllagerbestände am Mittwoch lastet weiter auf dem Ölpreis», sagte Carsten Fritsch, Rohstoffexperte von der Commerzbank. Massgeblich hierfür war eine gestiegene Nachfrage der Raffinerien, die aufgrund der bis zuletzt hohen Verarbeitungsmargen die Produktion deutlich ausweiteten. Dieser Rückgang der Lagerbestände dürfte laut Fritsch allerdings nicht nachhaltig sein, da die Raffinerien derzeit «am Markt vorbei» produzierten. Dies werde an den gestiegenen Benzinbeständen deutlich.


Lage deutet auf Rückgang der Ölpreise hin
Die Lage am Ölmarkt spricht Fritsch zufolge eher für einen Rückgang der Ölpreise: «Vor allem der Konjunkturoptimismus hat den Ölpreis in den vergangenen Wochen nach oben getrieben. Falls dieser nicht bald durch harte Daten bestätigt wird, könnte der Ölpreis auch wieder in Richtung 60 Dollar zurückfallen.» Weltpolitische Ereignisse wie die politische Krise im Iran oder die Unruhen in Nigeria stützten die Ölpreise kaum, da diese schon nach oben ausgereizt seien. «Das Angebot an Rohöl ist derzeit reichlich und die Angst vor Lieferausfällen gering», sagte der Experte.


Deutlicher Preisanstieg für OPEC-Rohöl
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist unterdessen deutlich gestiegen. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel (159 Liter) am Mittwoch im Durchschnitt 68,01 US-Dollar. Das sind 1,40 Dollar mehr als am Dienstag. Die OPEC berechnet ihren täglichen Korbpreis auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells. (awp/mc/pg/20)

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