Ölpreise steigen nach Währungs-Spekulationen und Gasstreit

Damit lag der Preis 1,18 Dollar höher als am Freitag. Zeitweise sprang der Preis für US-Öl auf ein Tageshoch bei 78,87 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Mitte Mai. An der Rohstoffbörse in London ist der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent ebenfalls deutlich gestiegen. Der Preis für ein Barrel zur Auslieferung im August stieg um 1,28 Dollar auf 79,50 Dollar. Nachdem die chinesische Notenbank eine flexiblere Wechselkurspolitik ankündigte, habe der Rohstoffmarkt offensichtlich auf eine mögliche Aufwertung und deren positiven Effekt auf die chinesischen Rohstoffimporte spekuliert, erklärte der Experte Eugen Weinberg von der Commerzbank den aktuellen Preisanstieg beim Rohöl. Allerdings dürfte die Währungsspekulation den Ölpreis nicht nachhaltig nach oben treiben. Dafür sei die zu erwartende Aufwertung des Yuan zu gering, sagte Weinberg.


Russischer Gasstopp sorgt für Unsicherheit
Ausserdem habe der teilweise Stopp der russischen Öl- und Gasimporte durch Weissrussland für Unsicherheit am Markt gesorgt, sagte Weinberg weiter. Moskau drossele seit dem Morgen die Lieferungen schrittweise auf höchstens 15 Prozent, sagte der Chef des Gazprom-Konzerns, Alexej Miller, nach Angaben der Agentur Interfax. Der Konzern folge damit einer entsprechenden Anweisung von Kremlchef Dmitri Medwedew. Durch Weissrussland laufen zwar wichtige Versorgungsleitungen auch für den Westen. Ein Engpass wurde zunächst aber nicht befürchtet.


Opec-Öl leicht günstiger
Unterdessen ist der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) leicht gefallen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel (159 Liter) am Freitag im Durchschnitt 75,13 US-Dollar. Das waren elf Cent weniger als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells. (awp/mc/ps/18)

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