Ölpreise steigen über 50 Dollar

Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Mai legte um 3,07 Dollar auf 53,53 Dollar zu.


Fed-Massnahmen und Dollar stützen
«Es ist die Kombination aus den starken Verlusten des Dollar und den Massnahmen der Fed, die die Ölpreise antreibt», sagte ein Rohstoffstratege. Am Vorabend hatte die Fed angekündigt, zusätzlich hypothekenbesicherte Anleihen für 750 Milliarden Dollar und Anleihen der Agencies für 100 Milliarden Dollar zu kaufen. Erstmals habe die Notenbank auch den Aufkauf von US-Staatsanleihen beschlossen. Demnach sollen 300 Milliarden Dollar an Treasuries erworben werden. «Allerdings basiert ein Grossteil der Gewinne beim Ölpreis auch auf der Hoffnung, dass die mittlerweile ergriffenen Massnahmen helfen, die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen oder wenigstens zu stabilisieren», sagte er.


Saudi-Arabien will Druck auf andere OPEC-Mitglieder aufbauen
Analyst Eugen Weinberg von der Commerzbank verwies neben der Überraschung der Fed zudem auf Aussagen des saudischen Ölministers el-Naimi. Demzufolge seien die bisherigen Kürzungsbeschlüsse der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ausreichend, um den Ölmarkt ins Gleichgewicht zu bringen. Zudem erwarte el-Naimi, dass die Umsetzung der bisherigen Kürzung im März höher als im Februar sei. Damit wolle Saudi-Arabien Druck auf die anderen OPEC-Mitglieder aufbauen, ihren Beitrag zur Stabilisierung des Ölpreises zu leisten. Zudem könne mit Blick auf die weitere Preisentwicklung positiv gewertet werden, dass der Ölpreis am Vortag nach den Lagerdaten nicht stärker unter Druck gekommen sei.


OPEC-Rohölpreis ebenfalls gestiegen
Auch der Preis für Rohöl der OPEC ist gestiegen. Nach Berechnung des OPEC-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel am Mittwoch 45,64 Dollar und damit 0,93 Dollar mehr als am Dienstag. Die OPEC berechnet ihren täglichen Korbpreis auf der Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells. (awp/mc/pg/20)

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