Oerlikon sieht nach Saurer-Übernahme Synergien von 100 bis 120 Mio CHF

Die Themen, die am neuen Standort in Deutschland erforscht würden, seien auch für Saurer interessant, sagte Oerlikon-CEO Thomas Limberger gegenüber der Zeitung. Personalentscheide im Zusammenhang mit Saurer seien auch auf Führungsebene noch keine gefallen, so Limberger.

Staatliche Fördergelder gaben Ausschlag für Forschungs-Standort Deutschland
Er fügte aber an: «Wir wollen bei Saurer kein Personal abbauen.» Limberger begründet im Gespräch mit der «HaZ» die Wahl Deutschlands als Standort für ein neues Forschungszentrum. Die Fördergelder von Bund und Ländern würden rund 50% des geplanten Budgets von 30 bis 50 Mio EUR ausmachen. Deutschland biete zudem mit seinen Universitäten und Instituten ein grosses Forschungsnetzwerk.

ETH alleine zuwenig
In der Schweiz sei zwar die ETH führend, dies allein sei aber zu wenig. Oerlikon will sich bis Ende Monat definitiv für einen Standort in Deutschland entscheiden, zur Wahl stehen derzeit noch verschiedene Standorte in verschiedenen Bundesländern.

Kein Druck bei Esec
Limberger bekräftigte erneut, dass Oerlikon beim Verkauf der Halbleitersparte Esec nicht unter Druck stehe. «Wir sind immer noch in Verhandlungen. Wenn wir keinen fairen Preis bekommen, behalten wir das Unternehmen.» Ob Oerlikon für die Vakuumsparte BOC Edwards der deutschen Linde AG zusammen mit dem US-Halbleiterausrüster Applied Materials 1 Mrd CHF ausgeben wolle oder mehr, wollte Limberger nicht kommentieren.

(AWP/mc/hfu)

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