Paris schmiedet mit Thales neuen Rüstungsriesen

Safran soll im Gegenzug Thales-Bereiche wie die Biometrie und Stromerzeugung sowie Bargeld erhalten. Der Generalsekretär im Élyséepalast, Claude Guéant, unterstütze die neue Abgrenzung, schreibt das Pariser Finanzblatt (Montag).


Uneinigkeit über «Rafale»-Bordrechner
Streit gibt es angeblich noch darüber, wer für die Bordrechner des Kampfflugzeugs «Rafale» zuständig ist. Der Staat übe grossen Druck auf die Konzerne aus, um zu einem Ergebnis zu gelangen. Thales bietet Elektronik für Waffensysteme und Flugzeuge, aber auch Signaltechnik für die Bahn. 2008 kam der Konzern mit 68.000 Mitarbeitern in 50 Staaten auf 12,7 Milliarden Euro Umsatz.


Fusionspläne gescheitert
Safran war mit 63.000 Mitarbeitern und zwölf Milliarden Euro Umsatz genauso gross und will sich auf Triebwerke und Sicherheitstechnik konzentrieren. 2007 waren Pläne gescheitert, Thales und Safran zu einem französischen «Europa- Champion» zu vereinen, der dem Airbus-Konzern EADS im Rüstungs- und Raumfahrtbereich kräftig zugesetzt hätte. (awp/mc/ps/24)

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