Philips sucht in Medizintechnik weiter nach Zukäufen

Vor allem in der Informationstechnik sieht der Manager noch Bedarf, wenngleich der Zukauf des US-amerikanischen IT-Dienstleisters Visicu erst ein halbes Jahr zurückliegt. «Und wir haben nach wie vor Lücken im Gesundheitsangebot für den Hausgebrauch.» Statt über Zukäufe könnten die Lücken aber auch durch Partnerschaften geschlossen werden. Einen weissen Fleck gibt es im Produktportfolio der Niederländer mit der Labordiagnostik. «Wir sind nicht daran interessiert, im breiten Feld der routinemässigen Labordiagnostik vertreten zu sein», sagte Rusckowski. Vielmehr gehe es darum, spezialisierte Produkte in der Diagnostik anzubieten. Denkbar sei der Ausbau im Bereich der molekularen Bildgebung.


Konzernumbau
Philips befindet sich momentan im Umbau. Randbereiche werden veräussert, die drei Säulen Medizintechnik, Beleuchtung und Konsumelektronik gestärkt. Grösster Zukauf bei der Gesundheit war das US-Unternehmen Respironics für umgerechnet 3,6 Milliarden Euro. «Wir wollen in diesem Jahr die niedrig hängenden Früchte aus den Synergien ernten», sagte Rusckowski. Dank der Überalterung in den Industrienationen und dem Bevölkerungszuwachs in den Schwellenländern gilt das Geschäft mit der Gesundheit als eine der Wachstumsbranchen überhaupt. Zu den grossen Konkurrenten gehören Siemens und General Electric. Die gesamte Branche leidet jedoch derzeit unter Einsparungen im US-Gesundheitssystem. (awp/mc/ps)

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