PMI sinkt im Juli auf 54,1 Punkte

Der kritische Schwellenwert von 50 Punkten werde jedoch weiterhin übertroffen – mittlerweile bereits zum 41. Mal in Folge, teilte die Credit Suisse, die den Index berechnet, am Montag mit. Von AWP befragte Ökonomen haben im Vorfeld den saisonbereinigten Wert im Bereich von 53,0 bis 54,0 Punkten geschätzt.


Sechster Rückgang innert acht Monaten
Der sechste Indexrückgang in den vergangenen acht Monaten signalisiere einen langsameren Expansionsrhythmus der Industriekonjunktur. Betrachtet man die über mehrere Monate geglättete Entwicklung, so zeigt sich laut CS die Beruhigungstendenz industrieller Aktivität deutlicher: Liegt der PMI im bisherigen Jahresmittel bei 57,0 Zählern, wurden in der vergleichbaren Vorjahresperiode 62,2 Zähler erreicht.


Festigung der Beruhigungstendenz
Vier von fünf Indexsubkomponenten gaben den Ausschlag für den jüngsten Indexrückgang aus. Der Subindex der Produktion gab leicht nach, liegt aber weiterhin über dem Jahrestief im Mai. In einer über drei Monate geglätteten Darstellung zeigt sich indes eine Festigung der Beruhigungstendenz. Der Dreimonatsdurchschnitt fiel von 55,2 auf 53,9 – niedrigster Wert seit Mitte 2005. Die Lieferfristen sanken um 3,5 auf 54,0 Zähler. Der erste Rückgang seit fünf Monaten signalisiere eine Entspannung der Kapazitätsengpässe, heisst es.


Auftragsbestand leicht verbessert
Der Lagereinkauf fiel ebenfalls um 3,5 Punkte auf 48,3 und rutschte damit wie bereits im März 2008 unter 50 Punkte. Die Beschäftigungskomponente gab um 0,4 auf 57,0 Zähler auf den niedrigsten Stand seit April 2006 nach. Demgegenüber verbesserte sich der Auftragsbestand um 0,6 auf 54,0 Zähler. In längerfristiger Optik offenbart sich jedoch ebenfalls eine Beruhigung: geglättet über drei Monate liegt der aktuelle Wert auf einem 35-Monatstief. Der PMI beruht auf einer Umfrage bei Mitgliedern des SVME (Schweizerischer Verband für Materialwirtschaft und Einkauf). (awp/mc/ps/18)

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