Post: Ökonom Straubhaar: «Post soll privatisiert werden»

Die Deutsche Post ist heute weltweit ein Marktführer. Da frage ich mich: Warum ist das die Deutsche und nicht die Schweizerische Post?», sagte Straubhaar im am Dienstag publizierten Interview. Der Schweizer Straubhaar ist seit 1991 Professor an der Universität in Hamburg und leitet das halbprivate Welt-Wirtschafts-Institut.


Arbeitsplätze und Wertschöpfung
Dass eine privatisierte Post von einem ausländischen Unternehmen aufgekauft werden könnte, ist für Straubhaar kein Argument. «Entscheidend ist, wo die Arbeitsplätze sind und die Wertschöpfung geschaffen wird und weniger, wer der Eigentümer ist.» Das zeige das Beispiel Swiss, die jetzt der deutschen Lufthansa gehöre, deutlich. Weiter sei die Angst vor einer Unterversorgung abgelegener Gebiete nicht berechtigt, sagte Straubhaar. Notfalls könne der Staat entsprechende Leistungen einkaufen.


«Das ist falsch»
Heute werde die flächendeckende Versorgung durch Quersubventionierung finanziert. Bei diesem System würden aber – obwohl die flächendeckende Grundversorgung politisch gewünscht sei- nur Postkunden bezahlen. «Das ist falsch.» Alle Steuerzahler sollten dafür aufkommen. (awp/mc/gh)

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