Post sorgt für Transparenz bei Überprüfung der Poststellen

Dies gab die Schweizerische Post am Mittwoch in einem Communiqué bekannt. Mit der Transparenzoffensive reagiert die Post auf die Äusserungen der Gewerkschaft Kommunikation. Diese hatte vor einer Woche eine Liste der angeblich gefährdeten Poststellen veröffentlicht. Im Unterschied zur Post gab sie dabei die Anzahl der gefährdeten Poststellen mit 1’150 an. Zudem warf sie der Post mangelende Transparenz vor. «Wenn sie eine offene Kommunikation führen würde, könnte sie sagen, welche Poststellen überprüft werden», schrieb die Gewerkschaft damals.


«Falschinformationen» korrigieren
Nun macht die Post reinen Tisch. Auf www.post.ch/standortliste ist einsehbar, ob die eigene Post im Dorf gefährdet ist. Die Post will damit «Spekulationen und Unsicherheiten» begegnen und damit «Falschinformationen» korrigieren, wie sie schreibt. Sie bedaure zudem, dass «falsche Listen» in Umlauf gebracht worden seien. Die Post versichert, dass sie der identitätsstiftenden Rolle der Poststellen bewusst sei. Gleichwohl müsse sie das Poststellennetz permanent überprüfen. Die Entscheide würden jedoch nach klaren Kriterien und im Dialog mit allen Betroffenen gefällt.


Post will an dichtem Poststellennetz festhalten
Die Post beteuert weiter, dass an ihrem dichten Poststellennetz festhalten will. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Agenturen – die «Post im Dorfladen». Sie sollen gezielt gestärkt werden. So sollen die Kunden ab dem 1. Quartal 2010 die Möglichkeit erhalten, auch mit EC-Karten ihre Einzahlungen zu machen. Inzwischen verfügt die Post über 226 dieser Agenturen. Zusammen mit den eigentlichen Poststellen ergeben sich gemäss den Angaben der Post damit 2’380 Zugangspunkte. Zusätzlich bietet die Post in 1123 Ortschaften Postdienstleistungen an der Haustüre an.


Rückgang des Postverkehrs
Das Poststellennetz ist seit Jahren im Um- und Abbau. Seit dem Jahr 2001 sank die Anzahl der Standorte von 3’200 auf 2’400. Die Post begründet die Einschnitte mit dem Rückgang des Postverkehrs. So hat sich die Anzahl der verschickten Pakete und Briefe seit dem Jahr 2000 fast halbiert. Auch die Einzahlungen nahmen gemäss Angaben der Post um 17% ab. (awp/mc/ps/19)

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