Preisverfall bei Speicherchips zieht Qimonda noch tiefer in Verlustzone

Die Negativprognosen der Analysten überbot die Infineon-Tochter bei weitem. Gegenüber dem Schlussquartal des Vorjahres verschlimmerte sich das Minus unterm Strich von 265 auf 598 Millionen Euro, wie die an der New Yorker Börse gelistete, aber in München beheimatete Qimonda am Dienstagabend mitteilte. Die sieben von Thomson Financial befragten Experten hatten mit minus 275 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz sank ebenfalls infolge des Preisverfalls von 711 auf 513 Millionen Euro (Prognose 634 Mio Euro).


EBIT um 258 Millionen Euro gesunken
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verschlechterte sich im Vergleich zum Vorquartal von minus 258 auf minus 590 Millionen Euro (Prognose minus 287 Mio Euro). Zum schlechten Tagesgeschäft kam eine Abschreibung auf die Lagerbestände in Höhe von 122 Millionen Euro hinzu. Die Chips auf Halde hatten ebenfalls infolge des Preisverfalls drastisch an Wert verloren. Während des Dezember-Quartals hatte sich Qimondas Hauptprodukt Computer-Arbeitsspeicher um mehr als 40 Prozent verbilligt.


Restrukturierungskosten von über 33 Millionen Euro
Darüber hinaus fielen Restrukturierungskosten über 33 Millionen Euro an, die vor allem aus der Einstellung der Fertigung von 200-Millimeter-Wafern im Werk Dresden resultierten. Nun will das Unternehmen im laufenden Jahr die Investitionen auf 400 bis 500 Millionen Euro drosseln und den Bau einer 300-mm-Produktionsstätte in Singapur verschieben bis die Preise wieder anziehen. (awp/mc/ab)

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