RBA-Banken: Wechsel der IT-Plattform – Wachstum im Kundengeschäft

Die Migration von der bisherigen IBIS-Plattform der RTC Real-Time Center AG auf Finnova wird inklusive einer längeren Vorbereitungsphase mehrere Jahre dauern. Mit möglichen Implementierungs- und Migrationspartnern laufen derzeit noch Verhandlungen. Die Kooperation im Rahmen der Entris AG, ein Joint Venture von RBA-Holding und Berner Kantonalbank für die gemeinsame Verarbeitung von Zahlungsverkehr und Wertschriften, sollen weitergeführt werden.


RTC setzt Erneuerung der IBIS-Plattform fort
Der auf mehrere Jahre hinaus angekündigte Weggang der RBA-Gruppe ändere nichts am beschlossenen Weg von RTC, das Projekt IBISmove zur Erneuerung der Software-Plattform IBIS konsequent weiterzuführen, reagiert RTC in einer Medienmitteilung. Per November 2008 sei ein weiterer Schritt realisiert und die Handelsplattform OTMS von IBM aktiv in Betrieb genommen worden. Die Einführung der neuen IBIS-Plattform ist auf Pfingsten 2009 geplant. RTC setze den Weg zum Profit- und Dienstleistungszentrum für Banken mit komplettem Outsourcing um und passe seine Strukturen entsprechend an, heisst es weiter. Die Berner Kantonalbank hat sich als Hauptaktionärin von RTC schon vor einiger Zeit entschlossen, auf der IBIS-Plattform weiterzuarbeiten. Diesen Entscheid hat auch die Banque Cantonale du Jura getroffen.

Wachstum im Kundengeschäft

Die Regionalbanken verzeichneten in den ersten neun Monaten 2008 ein beträchtliches Wachstum im Kundengeschäft und stärkten nochmals ihre grundsolide Eigenmittel-Basis, wie es weiter heisst. Sie erhöhten ihre Bilanzsummen gesamthaft um 4.8% auf CHF 48.4 Mrd. Die Kundengelder nahmen um 4.2% auf CHF 34.4 Mrd. zu und die Kundenausleihungen um 2.9% auf CHF 41.0 Mrd. Der Deckungsgrad der Kundenausleihungen durch Kundengelder verbesserte sich in den ersten drei Quartalen von 83.0% auf 84.1%. Die Eigenmittel konnten im gleichen Zeitraum um weitere 5.6% auf CHF 4.2 Mrd. gesteigert werden.


Bruttogewinn sinkt auf 340 Mio. Franken
Die Haupteinnahmequelle der RBA-Banken, der Erfolg aus dem Zinsengeschäft, stieg trotz höherer Finanzierungskosten um 0.3% auf CHF 570 Mio. Wegen tieferer Erträge aufgrund der Börsenentwicklung beim Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft wie beim Handelsgeschäft und aufgrund des höheren Geschäftsaufwands nahm der Bruttogewinn um 11.3% auf CHF 340 Mio. ab. Er liegt damit unter dem Rekordwert der Vorjahresperiode. (RBA-Holding/mc/pg)

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