Royal Bank of Scotland erzielt ersten Quartalsgewinn seit Krisenbeginn

Im ersten Quartal hatte die Bank noch ein Minus von 248 Millionen Pfund verbucht. Die RBS gehört derzeit zu 84 Prozent dem Staat. Der Wiederaufbau- Plan nach der Krise sei aber mittlerweile „auf gutem Wege“, sagte Vorstandschef Stephen Hester. Allerdings sei der Erholungsprozess der RBS „eher ein Marathon als ein Sprint“. Die Bank blieb trotz ihres Quartalsgewinns hinter den teils blendenden Zahlen der Konkurrenten wie HSBC , Barclays oder auch Lloyds zurück.


Der Weg aus der Krise kostet Filialen und Jobs
Insgesamt meldete die RBS in den ersten sechs Monaten des Jahres einen operativen Ertrag vor Steuern von 1,14 Milliarden Pfund. Im Vorjahreszeitraum waren es 15 Millionen Pfund gewesen. Die RBS gehört weltweit zu den grössten Verlierern der Finanzkrise. Der einstige Stolz der britischen Finanzbranche stand wegen der Krise und Fehleinschätzungen beim aggressiven Expansionskurs kurz vor dem Aus. 2008 verzeichnete die Bank mit 24,3 Milliarden Pfund den grössten Verlust, den jemals ein Unternehmen in Grossbritannien gemacht hat. Die RBS musste mit mehreren Rettungspaketen gestützt werden und hängt immer noch am Tropf des Staates. Der Weg zurück in die schwarzen Zahlen ist allerdings teuer erkauft. Mitte der Woche gab die RBS bekannt, 318 ihrer Filialen an die spanische Grossbank Santander zu verkaufen. Insgesamt seien seit Oktober 2008 weltweit 23.000 Jobs verloren gegangen, 17.100 davon in Grossbritannien, hiess es. RBS hatte sich schon vor Beginn der Krise beim Kauf der holländischen Bank ABN Amro verhoben. (awp/mc/ss/09)

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