Rückgang des US-Handelsdefizits drückt den Euro

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,2184 (Dienstag : 1,2166) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8207 (0,8220) Euro.


Erholungstendenzen des Euro gestoppt
«Der unerwartete Rückgang des US-Defizits hat die jüngsten Erholungstendenzen des Euro vorerst gestoppt», sagte Devisenexperte Jan Koczwara bei der Helaba. Für den Euro gebe es vorerst «keine Entwarnung». Nach den kräftigen Kursgewinnen der Vortage habe der Dollar zu allen wichtigen Währungen wieder an Stärke gewonnen. Entscheidend seien nun die im Wochenverlauf noch zur Veröffentlichung anstehenden US-Konjunkturdaten.


Sinkende Importe – Ansteigende Exporte
Das US-Handelsbilanzdefizit ist nach Angaben der Regierung im Mai unerwartet um 2,8 Prozent zum Vormonat auf 55,3 Milliarden Dollar gesunken. Volkswirte hatten hingegen mit einem Defizit von 57 Milliarden Dollar gerechnet. Grund für den Rückgang des Defizits waren sinkende Importe bei einem gleichzeitigen Anstieg der Exporte. Der Importrückgang ist nach Eins chätzung der Commerzbank aber vor allem eine Folge verringerter Ölimporte. Mit dem Rückgang des Defizits im Mai sei gleichwohl möglicherweise bereits ein Stabilisierungsprozess in Gang gekommen. Eine nachhaltige Verringerung des Defizits sei vorerst aber nicht zu erwarten. Schliesslich dürfte der Ölpreis im Jahresdurchschnitt 2005 höher sein als 2004.


Andere wichtige Währungen
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6899 (0,68815) britische Pfund , 135,67 (135,33) japanische Yen und 1,5588 (1,5563) Schweizer Franken fest. (awp/mc/ab)

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