Russland droht Shell mit Aus für Öl- und Gasfeld Sachalin-2

Dies sagte Umweltminister Juri Trutnew am Freitag in Moskau. Die Regierung werde notfalls entsprechende Massnahmen ergreifen. Die Betreibergesellschaft Sachalin Energy hob ihre Kostenschätzung für das Projekt angeblich von 9,9 auf 21,9 Milliarden US-Dollar an. Die sagte Energieminister Andrej Dementyev der russischen Nachrichtenagentur Interfax.


Umweltschäden vor Ort bestätigt
Westliche Umweltorganisationen hatten die von russischen Behörden angeprangerten Umweltschäden vor Ort auf der Insel nördlich von Japan bestätigt. Shell, mit 55 Prozent grösster Teilhaber des Sachalin-2-Konsortiums, beteuerte jedoch, die Umweltvorschriften voll erfüllt zu haben.


Umweltrechtliche Genehmigung ausgesetzt
Die russische Regierung hatte im September die umweltrechtliche Genehmigung für das Projekt von Shell sowie zwei japanischen Energiekonzernen ausgesetzt. Energieminister Dementyev sagte, sein Ministerium spreche derzeit mit den Investoren über eine Überarbeitung des Geschäftsmodells. Nach Einschätzung von Experten versucht der Kreml damit, das bislang rein ausländische Konsortium zur Beteiligung des russischen Konzerns Gazprom zu zwingen. (awp/mc/ab)

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