Ryanair hebt nach Gewinnsprung Prognose an – Aktiensplit geplant

Zugleich kündigte das Unternehmen am Montag in Dublin an, den Aktionären einen Aktiensplit vorzuschlagen. Sie sollen darüber auf der ausserordentlichen Hauptversammlung abstimmen, die im Dezember zum Thema Übernahme von Aer Lingus anberaumt ist. Ryanair will dafür rund 1,5 Milliarden Euro bezahlen.


Rekordgewinn in der ersten Jahreshälfte
In der ersten Jahreshälfte bis Ende September erzielte Ryanair einen Rekordgewinn von 329 (Vorjahr: 237) Millionen Euro, das bedeutet einen Sprung von 39 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Je Aktie verdiente der Konzern damit 42,67 Cent. Die Erlöse kletterten um 33 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro. Darin spiegelt sich ein Anstieg der Passagierzahlen um 23 Prozent und ein Anstieg der Durchschnittserlöse pro Passagier (Yields) um 9 Prozent wider. Die Treibstoffkosten erhöhten sich um 42 Prozent auf 337 Millionen Euro.


Ausblick angehoben
Für den Rest des Jahres zeigte sich der Konzern unter anderem wegen steigender Ölpreise vorsichtig. Dennoch hob Ryanair die Prognose für das Ende März 2007 zu Ende gehende Geschäftsjahr an und erwartet nun einen Anstieg des Nettogewinns um 16 Prozent auf 350 Millionen Euro. Zuvor war Ryanair von 335 Millionen Euro ausgegangen. Die Yields dürften im laufenden dritten Quartal im Gegensatz zum bisher vorhergesagten Rückgang von 5 Prozent nun um 2 bis 3 Prozent steigen. Im vierten Quartal erwartet die Fluggesellschaft weiterhin einen leichten Rückgang der Yields, allerdings geringer als die bisher prognostizierten 5 Prozent.


Übernahmeangebot für Aer-Lingus vorgelegt
Zum Thema Aer-Lingus-Übernahme hiess es, sollte die Überanahmeofferte nicht von der Mehrheit der Aer-Lingus-Aktionäre akzeptiert werden, werde Ryanair ein wichtiger Minderheitsaktionär bleiben. Ryanair hatte seine Beteiligung an der irischen Fluglinie in den letzten Monaten auf 19,2 Prozent aufgestockt und ein Übernahmeangebot vorgelegt. Die Fluggesellschaft lehnte die Offerte allerdings ab. Die Gegner der geplanten Übernahme – darunter auch die irische Regierung – halten einen Anteil von 46,6 Prozent. (awp/mc/ab)

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