Schlatter schreibt 25 Prozent weniger Reingewinn

Die EBIT-Marge schrumpfte auf 4,1 (5,1)%. Die Sondereffekte beinhalten unter anderem Wertberichtigungen auf Ausständen von 1,9 Mio CHF sowie 4,2 Mio CHF für kommerzielle Einigungen für Projekt-Altlasten. Demgegenüber ergab sich ein Buchgewinn von netto 5,7 Mio CHF aus der Sale- und Leasback-Transaktion der Liegenschaft in Münster. Zusätzlich habe insbesondere im vierten Quartal der gegenüber dem Euro erstarkte Schweizer Franken das operative Ergebnis mit 2,5 Mio CHF belastet.


Währungseffekte belasten negativ
Der Reingewinn fiel um 25% auf 6,3 (8,4) Mio CHF zurück. Das Ergebnis sei von Währungseffekten von insgesamt 6,4 Mio CHF belastet worden und entspreche nicht den Erwartungen. Der Reingewinn wurde gemäss der Mitteilung hauptsächlich von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im vierten Quartal negativ beeinflusst. Es soll erneut auf eine Dividende verzichtet werden, um die Eigenkapitalquote nicht zu schwächen und die Liquidität in der gegenwärtig unsicheren Wirtschaftslage sicherzustellen.


Analystenerwartungen übertroffen
Mit den Zahlen hat Schlatter die Erwartungen der Bank Vontobel klar übertroffen. Diese hatte einen EBIT von 8,4 Mio CHF sowie einen Reingewinn von 5,0 Mio CHF prognostiziert.


Umsatz um 3 Prozent auf 247 Mio Franken gesteigert
Bereits im Januar hatte Schlatter eine Umsatzsteigerung um 3% auf 247 Mio CHF bekanntgegeben. Der Auftragsbestand lag allerdings mit 89 Mio CHF um gut 50% unter dem Vorjahreswert. Dementsprechend musste Schlatter wie viele andere Industrieunternehmen im Februar Kurzarbeit ankündigen, welche ab Mai gelten wird. So soll die Produktionskapazität am Hauptsitz in Schlieren an die unsichere wirtschaftliche Entwicklung und den rückläufigen Auftragseingang angepasst werden.


Segment Schweissen: Nachfrage «deutlich abgekühlt»
Im Segment Schweissen habe sich die in den vergangenen Jahren starke Nachfrage insbesondere ab dem vierten Quartal «deutlich abgekühlt», wobei einzelne Produktebereiche wie das Schienenschweissen weniger stark betroffen seien. Der Umsatz stieg leicht auf 180,5 (179,0) Mio CHF, wogegen der Betriebsgewinn aufgrund negativer Wechselkurseinflüsse auf 6,2 (8,7) Mio CHF zurückfiel. Der Auftragsbestand lag per Ende Jahr bei 64,3 (130,6) Mio CHF.


Web-Segment: Umsatz 10 Prozent über Vorjahr
Das Segment Weben sah sich mit einer sich stark verflachenden Nachfrage in Asien konfrontiert, nachdem zu Jahresbeginn noch bedeutende Grossaufträge für neue Produktionsstätten der Grosskunden akquiriert worden sind. Der Umsatz im Gesamtjahr legte dennoch um knapp 10% auf 66,9 (61,0) Mio CHF zu. Der EBIT zog zwar auf 4,2 (3,7) Mio CHF an, war aber von der Insolvenz eines Kunden um 0,9 Mio CHF belastet. Der Auftragsbestand belief sich auf 25,6 Mio CHF.


Zurückhaltender Ausblick
Für 2009 zeigt sich Schlatter zurückhaltend. Der Auftragsbestand ermögliche eine gute Auslastung der Kapazitäten während der ersten Monate des Geschäftsjahres. Für eine verlässliche Prognose für das Gesamtjahr sei die Visibilität der Märkte jedoch nicht gegeben. Die unsichere wirtschaftliche Entwicklung sowie der deutliche Rückgang des Auftragseingangs erforderten ein «striktes, aber nachhaltiges Kostenmanagement», um veränderte Rahmenbedingungen «flexibel und mit den geeigneten Massnahmen» anzugehen. Die Generalversammlung findet am 14. Mai 2009 statt. (awp/mc/ps/03)

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