sgv: UBS-Staatsvertrag: Ja, aber ohne neue Steuern

Zehntausende von Arbeitsplätzen würden dadurch gefährdet, sowohl in der Finanz- und Exportindustrie als auch bei den KMU als deren Zulieferanten.

Gefährliches Spiel
Gewisse Politiker spielten ein gefährliches Spiel, so der sgv: Sie wollen ihre Zustimmung zum Staatsvertrag mit verschiedenen Forderungen verknüpfen, so der Einführung einer neuen Unternehmenssteuer. Der sgv werde jede neue Steuer bekämpfen. Was es vielmehr braucht, sei eine fiskalische und administrative Entlastung der KMU, um die Konkurrenzfähigkeit unserer Wirtschaft gegenüber dem Ausland ? gerade angesichts des schwachen Euros ? zu erhalten, um nachhaltiges Wirtschaftwachstum zu sichern und um Arbeitsplätze zu erhalten und zu schaffen. Deshalb verlangt der sgv denn auch einen Abbau der Regulierungskosten bis 2018 um 20 Prozent, was rund 10 Milliarden Franken entspricht.

KMU haben mit «Abzockerei» nichts am Hut
Das Unverständnis und der Ärger über die exorbitanten Lohn- und Boniexzesse in gewissen Grossunternehmen sind nach wie vor gross, auch in gewerblichen Kreisen, denn die KMU haben mit der ganzen «Abzockerei» nichts am Hut. Es ist aber unverantwortlich, deswegen den Staatsvertrag mit den USA aufs Spiel zu setzen, schreibt der sgv weiter. Vielmehr müssten besser durchdachte Lösungen gesucht werden, welche den Exzessen Einhalt gebieten können.

Rücksicht auf gesellschaftliche Sensibilitäten
Gleichzeitig werden die massgeblichen Entscheidungsträger in den Grossunternehmen ? namentlich diejenigen des Finanzplatzes ? vom sgv mit Nachdruck dazu aufgerufen, auf die gesellschaftspolitischen Sensibilitäten in der Schweiz Rücksicht zu nehmen, auf den Boden der Realität zurückzukommen und ihre Entlöhnungssysteme entsprechend danach auszurichten. (sgv/mc/pg)

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