Siemens-Gelder via Dubai in die Schweiz

Laut «Spiegel» war unter anderem eine Firma namens Fiberlite an den Schwarzgeld-Verschiebungen an den persischen Golf beteiligt. Von dort aus sei ein Teil der Gelder über Briefkastenfirmen in der Karibik auf die Schweizer Konten eines ehemaligen griechischen Siemens-Managers gegangen.


30 Millionen in der Schweiz
Der Grieche sei bis Anfang April in der Chefetage des griechischen Siemens-Com-Ablegers beschäftigt gewesen. Auf seinen Schweizer Konten hätten nach Erkenntnissen der Ermittler zuletzt mehr als 30 Millionen Euro gelagert. Mit den Geldern seien angeblich Aufträge im Rahmen der Olympischen Spiele 2004 in Athen geschmiert worden, berichtete das Magazin vorab.


Konzernchefs wussten alles
Nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» wusste auch die Konzernspitze von den schwarzen Kassen und weltweiten Korruptionspraktiken. Weder das Unternehmen noch die Staatsanwaltschaft München I nahmen zu den Berichten Stellung, weil es sich um ein laufendes Verfahren handle.


Auch Bern ermittelt
In Bern hatte die Bundesanwaltschaft am vergangenen 16. November bekannt gegeben, dass Gelder in zweistelliger Millionenhöhe beschlagnahmt worden seien. Ihr Geldwäscherei-Verfahren richtet sich zurzeit gegen zwei ehemalige Siemens-Mitarbeiter und eine dritte Person, die in Beziehung zum Konzern stand.

(SF/mc/hfu)


 

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