Siemens spricht mit Staatsfonds über Einstieg – Furcht vor Übernahme

Der Konzern sei derzeit in Gesprächen mit mehreren Investoren aus verschiedenen Regionen der Welt. Siemens spüre ein anhaltendes Interesse der Staatsfonds, sagte Kaeser. Seit seinem Amtsantritt 2006 habe er immer wieder mit Investoren aus Golfstaaten gesprochen. «Diese Regionen haben sich als sehr effizient im Umgang mit ihrem Kapital gezeigt. Das ist etwas, wovon wir bei Siemens profitieren könnten.» Siemens sei nicht nur mit Staatsfonds aus den Golfstaaten im Gespräch, fuhr Kaeser fort. Auch mit Fonds aus Ländern wie Russland stehe man in Kontakt.


«Kluger Schachzug»
Erst jüngst war der staatliche Investmentfonds Mubadala aus Abu Dhabi beim US-Rivalen General Electric (GE) eingestiegen und hatte zudem eine weitreichende geschäftliche Kooperation vereinbart. «Das war ein bedeutsamer und kluger Schachzug», sagte Kaeser.


Kursverfall
Einziger Grossaktionär bei Siemens ist derzeit die Gründerfamilie mit rund 6 Prozent. Angesichts des Kursverfalls der Aktie – ausgelöst durch die Finanzkrise und die Gewinnwarnung vom Jahresanfang – befürchtet Aufsichtsratschef Gerhard Cromme laut der «Financial Times Deutschland» eine Übernahme. Er halte die Gefahr erst ab einem Kurs von 115 Euro für gebannt, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Am Mittwoch hatte die Aktie bei 73,36 Euro geschlossen. (awp/mc/ps/13)

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