Spekulation über Zinssenkung treibt Euro kurzzeitig über 1,35 Dollar

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,3508 (Montag: 1,3476) Dollar festgesetzt. Der Dollar war 0,7403 (0,7421) Euro wert.


«Spekulationen über eine Leitzinssenkung durch die US-Notenbank waren der Grund für den vorübergehenden Kurssprung», sagte Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank. Ein Treffen von US-Notenbankpräsident Ben Bernanke mit Finanzminister Henry Paulson und dem Vorsitzenden des Bankenausschusses des Senats, Christopher Dodd, am Dienstagnachmittag habe vorübergehend entsprechende Spekulationen genährt. Allerdings hätten die Teilnehmer der Runde bereits im Vorfeld die Erwartungen gedämpft. Daraufhin habe sich der Markt wieder beruhigt.


Fundamentaldaten weiterhin im Hintergrund
«Die Unsicherheit ist nach wie vor hoch», sagte Praefcke mit Blick auf den kräftigen Kurssprung bei hohen Umsätzen. Die Fundamentaldaten stünden weiterhin im Hintergrund, während sich der Markt auf jedes noch so kleine Gerücht über zusätzliche Massnahmen der Währungshüter oder weitere schlechte Nachrichten aus dem Banken- oder Immobiliensektor stürze. Neue Konjunkturdaten aus den USA wurden am Dienstag nicht veröffentlicht. Auch ein unerwartet kräftiger Rückgang des ZEW-Konjunkturerwartungen in Deutschland gab dem Devisenmarkt keinen nachhaltigen Impuls.


Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,68105 (0,67890) britische Pfund , 154,98 (155,14) japanische Yen und auf 1,6248 (1,6284) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 657,50 (659,50) Dollar gefixt. (awp/mc/pg)

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