StarragHeckert baut wegen Auftragsflaute Stellen ab

In den ersten neun Monaten 2009 sank der Umsatz auf 199,2 (VJ 227,3) Mio CHF. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT reduzierte sich auf 15,8 (28,1) Mio CHF, wie der Fräsmaschinenhersteller mitteilte. Dieser Rückgang sei auf die im Vorjahr vorgenommene Kapazitätserhöhung zurückzuführen, welche teilweise erst ab 2009 kostenwirksam wurde. Die EBIT-Marge ging auf 7,9% (12,4%) zurückging. Insgesamt seien in den ersten neun Monaten bei den Betriebskosten 7 Mio CHF eingespart worden. Der Reingewinn reduzierte sich auf 11,3 (18,7) Mio CHF.


Auftragsbestand deutlich unter dem Vorjahr
Der Auftragseingang sank währungsbereinigt um 46% auf 153,5 Mio CHF. Der Auftragsbestand liegt mit 143,6 (227,5) Mio CHF unter dem Vorjahr. Die Bilanzsumme wurde nach dem Abbau von Forderungen und Vorräten auf 208 Mio CHF reduziert. (31.12.08: 224 Mio CHF). Entsprechend ergibt sich ein Geldfluss aus Geschäftstätigkeit von 13,4 Mio CHF (Vorjahresperiode -7,4 Mio CHF). Die Nettoverschuldung wurde auf 9,8 Mio CHF reduziert (137 Mio CHF per 31.12.2008 ).


Kostensenkungen mit Abbau von 140 Stellen
Wegen der anhaltend schwachen Entwicklung der Absatzmärkte sowie der Erwartung, dass das Auftragseingangsvolumen des Jahres 2008 auf längere Zeit nicht mehr erreicht wird, hat StarragHeckert einen Massnahmenplan zur Anpassung der Kapazitäten und zur Senkung der Kosten beschlossen. Dieser Plan sieht vor, dass aufgrund der mittelfristigen Marktaussichten rund 140 Arbeitsplätze abgebaut werden – davon 100 am Standort Chemnitz und 40 an den übrigen Standorten. Die für den Sozialplan anfallenden Restrukturierungskosten werden im 4. Quartal 2009 die Erfolgsrechnung belasten.


Keine Einsparungen bei Produkte-Entwicklung
Die Investitionen in die Entwicklung von neuen Produkten bleiben unterdessen auf unverändertem Niveau. Vier neu entwickelte Maschinenbaureihen, die auf der Werkzeugmaschinenmesse EMO Mailand im Oktober vorgestellt wurden, seien auf «grosses Interesse gestossen». Dies dürfte nach Unternehmensangaben mittelfristig zu höheren Marktanteilen führen.


Unsichere Entwicklung
Die Aussichten für den restlichen Jahresverlauf 2009 und ins Jahr 2010 hinein bleiben aus Sicht des Managements unsicher. Auftragseingang, Umsatzerlös und Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2009 werden deutlich unter dem Vorjahr, jedoch deutlich über dem Branchendurchschnitt liegen, wie es heisst. Insgesamt geht StarragHeckert davon aus, das gesamte Geschäftsjahr 2009 mit einem positiven Ergebnis abzuschliessen und wiederum eine Dividende ausschütten zu können. (awp/mc/pg/02)

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