Straumann: Gewinn über Erwartungen – Ausblick revidiert

Dies teilte der Dentalimplantate-Hersteller am Mittwoch mit. Zwei Prozentpunkte des Umsatzwachstums sind bedingt durch die Akquisition der deutschen etkon, die insgesamt 10 Mio CHF zum Konzerumsatz im ersten Halbjahr beigetragen hat; die übrigen 11% waren organisch. Ohne die Auswirkungen des vorübergehenden Importstopps für Biora-Produkte in den USA hätte diese Steigerung gemäss Straumann 13% betragen.


EBIT-Marge von 30,7 Prozent
Der EBIT kletterte um 17,9% auf 107,8 (91,4) Mio CHF, woraus eine EBIT-Marge von 30,7 (29,9)% resultierte. Unter dem Strich erhöhte sich der Reingewinn um 33,9% auf 94,9 (70,9) Mio CHF, entsprechend einer Reingewinnmarge von 27,0 (23,2)%.


Markterwartungen auf Stufe Umsatz verfehlt
Damit hat Straumann die Markterwartungen der Analysten auf Stufe Umsatz verfehlt, bezüglich Betriebs- und Reingewinn aber übertroffen. Von AWP befragte Analysten haben im Durchschnitt einen Umsatz von 358,4 Mio CHF, einen EBIT von 102,7 Mio CHF und einen Reingewinn von 83,3 Mio CHF erwartet.


Löwenanteil des Umsatzes in Europa
Straumann erzielt nach wie vor den Löwenanteil ihres Umsatzes in Europa. Dort beschleunige sich das Wachstum im zweiten Quartal, unter anderem durch die Übernahme von etkon. Der Umsatz stieg im Europageschäft im ersten Halbjahr um 15% in Lokalwährungen (+20% in CHF) auf 233 Mio CHF, was 66% des Konzernumsatzes entspricht.


Umsatzwachstum in Nordamerika beeinträchtigt
In Nordamerika wurde das Umsatzwachstum durch den Importstopp für Biora-Produkte beeinträchtigt. Insgesamt konnte Straumann die Umsätze in Nordamerika um 7% in Lokalwährungen (+3% in CHF) auf 77 Mio CHF steigern, was 22% des Konzernumsatzes entspricht.


Keine Aufhebung des Biora-Importstopps vor Ende Jahr erwartet
Bezüglich der Biora-Problematik geht Straumann nicht davon aus, dass die FDA die für die Aufhebung des Importstopps notwendige erneute Überprüfung vor Ende Jahr durchführen wird. Der geschätzte Jahresumsatz, der in den USA normalerweise mit den betroffenen Produkten erzielt würde, beträgt gemäss Meldung rund 11 Mio CHF.


Asien/Pazifik-Umsatz moderat gestiegen
In der Region Asien/Pazifik stieg der Umsatz moderate 5% auf 32 Mio CHF, entsprechend 9% des Konzernumsatzes. Nach relativ starken Zuwächsen im ersten Quartal folgte eine Abschwächung im zweiten Quartal, die durch die Übernahmen der Vertriebsgesellschaften in Japan und Korea durch Straumann bedingt war. In der übrigen Welt stieg der Umsatz der Gruppe um 56% auf 10 Mio CHF.


Finanzziele für das laufende Geschäftsjahr revidiert
Straumann hat nach den jüngsten Akquisitionen ihre Finanzziele für das laufende Geschäftsjahr 2007 revidiert. Demnach rechnet der Dentalimplantate-Hersteller neu mit einem Umsatzwachstum von rund 21% in Lokalwährungen (+22% in CHF), dies unter Berücksichtigung der Akquisitionseffekte von etkon und den Vertriebsgesellschaften in Japan und Korea sowie dem vorübergehenden Importstopp für Biora-Produkte in den USA. Ohne Auswirkungen der getätigten Zukäufe ging Straumann bis anhin von einem Umsatzplus in Lokalwährungen von rund 18% aus.


Noch keine Margensteigerung durch jüngst akquirierte Unternehmen
Die jüngst akquirierten Unternehmen würden sich zwar positiv auf Umsatz und Gewinn des Konzerns auswirken, kurzfristig aber nicht zur Steigerung der Margen beitragen, heisst es. Neu rechnet Straumann folglich mit einer Betriebsgewinnmarge von 27% und einer Konzerngewinnmarge von 22% im laufenden Geschäftsjahr 2007. Die Betriebsgewinnmarge ohne Sondereinflüsse dürfte gemäss Straumann rund 30% betragen (bisher 29-30% erwartet). (awp/mc/ab)

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