Studie: Haftpflichtversicherung gewinnt weltweit an Bedeutung

Dennoch hätten Versicherer Mühe, sie profitabel zu betreiben, heisst es in der am Mittwoch veröffentlichten sigma-Studie des Rückversicherers Swiss Re. Im weltweit zweitgrössten Markt Grossbritannien belief sich das Prämienvolumen für Haftpflichtdeckungen im Jahr 2008 auf 12 Mrd USD, während es in Japan und Australien, den wichtigsten Märkten der Region Asien-Pazifik, 5 Mrd USD beziehungsweise 4 Mrd USD betrug. In den meisten Schwellenmärkten ist die Versicherungsdurchdringung gemäss Studie noch gering, wobei die Sparte zweistellige Wachstumsraten aufweist.


Niedrige Preise gefährden langfristige Profitabilität
Trotz der gewachsenen Bedeutung hätten Versicherer Mühe, Haftpflichtversicherungen profitabel zu betreiben, heisst es weiter. «Nach mehreren profitablen Jahren in Folge besteht das Risiko, dass die Versicherer zu niedrige Preise festsetzen», sagt Thomas Holzheu, einer der Autoren der jüngsten sigma-Studie. Niedrige Preise gingen in der Regel aber Hand in Hand mit Unterreservierung. Dies gefährde einerseits die langfristige Profitabilität eines Versicherers, andererseits auch die Nachhaltigkeit des Versicherungsschutzes für den Versicherten.


Rückläufige Prämien
Weiter bemerkte Holzheu, dass die Preise für Produkt- und Betriebshaftpflichtversicherungen, wie in allen übrigen Haftpflichtsparten, seit 2004 in allen Märkten rückläufig seien. «Weil sich das Versicherungsgeschäft angesichts des tiefen Zinsniveaus nicht durch die erzielten Anlageergebnisse quersubventionieren lässt, müssten die Preise eigentlich steigen statt sinken», schreibt der Studien-Autor. (awp/mc/ps/13)

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