Sulzer: H1-Reingewinn um ein Fünftel gesteigert – Positiver Ausblick

Sulzer steigerte den Umsatz um 6,3% auf 1’757,6 (VJ 1’653,7) Mio CHF, bereinigt um Akquisitions-, Devestitions- und Währungseinflüsse stieg er um 14,5%. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT erhöhte sich um 28,2% auf 227,4 (177,4) Mio CHF, was einer EBIT-Marge von 12,9% (10,7%) entspricht. Der Reingewinn zog um 20,0% auf 158,2 (131,8) Mio CHF an, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.


Bestellungseingang erhöht sich um 6,2 Prozent
Den Bestellungseingang gab Sulzer schon im Juli bekannt. Er erhöhte sich um 6,2% auf 2’265,9 Mio CHF. Akquisitions- und währungsbereinigt stiegen die Bestellungen um 14,9%. Der Auftragsbestand per Ende Juni lag bei 2’350,7 Mio CHF oder 18,8% über dem entsprechenden Vorjahreswert.


Erwartungen der Analysten beim Reingewinn übertroffen
Damit hat Sulzer die Erwartungen der Analysten beim Umsatz fast getroffen, beim EBIT und Reingewinn übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 1’812 Mio CHF, für den EBIT bei 207 Mio und für den Reingewinn bei 148 Mio CHF.


Bei der Rentabilität zugelegt
Bei der Rentabilität haben drei von vier Divisionen zugelegt. Die grösste Division Pumpen steigerte die EBIT-Marge auf 12,2 (10,7%), Chemtech auf 16,9 (15,4%) und Turbo Services auf 9,2% von 8,7% im Vorjahr. Lediglich Metco verharrte mit 9,7 (9,8%) beinahe auf dem selben Niveau. Insgesamt kam die EBIT-Marge der Divisionen auf 12,5 (11,4)% zu liegen.


Sulzer Pumps
Die grösste Division Sulzer Pumps verbuchte in den Hauptmärkten weiterhin eine starke Nachfrage, insbesondere in den Segmenten Öl und Gas sowie Energieerzeugung. Die Lage in den meisten Hauptmärkten und Regionen wird nach Auffassung von Sulzer voraussichtlich auch während des restlichen Jahres gut bleiben, mit Ausnahme der Papier- und Zellstoffindustrie. Dank der weltweit starken Energienachfrage dürften sich die Öl- und Gas- sowie die Energieerzeugungsmärkte auf hohem Niveau weiterentwickeln.


Chemtech
Bei Sulzer Chemtech hätten sich die Hauptmärkte, insbesondere die Kohlenwasserstoff verarbeitende Industrie, auf hohem Niveau stabilisiert. Als positiv wird die Aktivität in China, Indien und im Nahen Osten hervorgehoben, während sich das Marktumfeld in Europa leicht abschwächte. Die Aussichten für das Gesamtjahr beschreibt Sulzer für alle Geschäftsbereiche und Regionen positiv. Aufgrund des starken Basiseffekts und des schwachen Dollars werde der Bestellungseingang das hohe Niveau von 2007 jedoch kaum erreichen. Der Umsatz und das Betriebsergebnis für das Gesamtjahr sollten voraussichtlich deutlich über dem Niveau von 2007 zu liegen kommen.


Turbo Services
Sulzer Turbo Services vermeldet in den Hauptmärkten der Division eine hohe Nachfrage, insbesondere in Nord- und Südamerika sowie in Südostasien. In Europa sei das Wachstum moderat gewesen, während das Marktumfeld im Nahen Osten schwierig blieb. Die Aussichten für den Rest des Jahres blieben positiv. Die ermutigende Entwicklung bei den Offertenanfragen werde voraussichtlich zu einem soliden Bestellungseingang, Umsatz und Betriebsergebnis führen.


Metco
Sulzer Metco profitierte von der positiven Entwicklung der Märkte in Asien und Europa, während sich jene in Nord- und Südamerika abgeschwächt hätten. Sulzer geht davon aus, dass der Energieerzeugungsmarkt und die Nachfrage nach Sulzer-Anwendungen in der Automobilindustrie während des restlichen Jahres stabil bleiben werden. Für das Gesamtjahr 2008 erwartet die Division bei Umsatz und Betriebsergebnis ähnliche Werte wie 2007. Die Umsatzrendite sollte stabil bleiben, da betriebliche Verbesserungen die zusätzlichen Konzernabgaben ausgleichen.


Zuversichtlicher Blick in die Zukunft
Sulzer blickt zuversichtlich in die Zukunft und geht davon aus, für das Gesamtjahr einen Umsatz und einen Betriebsgewinn über dem Niveau von 2007 zu erzielen. Im Zuge diese Annahmen wurden die Mittelfristziele für die Divisionen erhöht. Das neue Ziel für die Umsatzrendite aller Divisionen lautet über 12%; bisher sprach Sulzer von über 11%. Das Mittelfristziel für die Rendite des Betriebsvermögens wird von über 20% auf über 25% angehoben. (awp/mc/gh/09)

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