Swatch 2008 mit leicht mehr Umsatz

Im Jahr 2009 rechnet der Bieler Konzern wieder mit einem leichten Umsatzanstieg. Der Bruttoumsatz stieg im Jahr 2008 um 0,4% auf 5’966 (Vj 5’941) Mio CHF, in Lokalwährungen waren es +4,3%, wie es in der Mitteilung vom Donnerstag heisst. Bis auf den Yen hätten sich die wichtigsten Währungen zum Schweizer Franken beträchtlich abgeschwächt. Der Nettoumsatz erhöhte sich um 0,5% auf 5’677 (5’646) Mio CHF.


Analystenerwartungen verfehlt
Insgesamt hat Swatch die Vorgaben der Analysten (AWP-Konsens) verfehlt. Im Vorfeld hatten diese nämlich durchschnittlich mit einem Bruttoumsatz von 6’125 Mio bei einer Bandbreite von 5’927 bis 6’248 Mio CHF gerechnet.


Abschwung in USA «akut»
Der Umsatz mit Uhren und Schmuck stieg 2008 um 1,8% (+6,6% in LW) auf 4’796 (4’710) Mio CHF. Alle Kategorien des Segments verzeichneten in Lokalwährungen ein Wachstum. In einigen Ländern Asiens – insbesondere in China – und im Nahen Osten verzeichnete Swatch mit Uhren und Schmuck ein zweistelliges Umsatzwachstum. In Europa und Amerika fiel dagegen die Entwicklung bescheidener aus. In den letzten Monaten des Jahres 2008 sei der Abschwung in den USA gar «akut» gewesen, hiess es.


Uhren-Produktion um 7,5 Prozent gesteigert
Im Segment der Produktion von Uhren, Werken und Komponenten stieg der Umsatz um 7,5% (+7,7% in LW) auf 1’810 (1’684) Mio CHF. Der Umsatz an Dritte belief sich dabei auf 659 (625) Mio CHF, was einem Anstieg um 5,4% (+5,6% in LW) entspricht. Mit Konzerngesellschaften stieg der Umsatz sowohl in Franken als auch in Lokalwährungen um 8,7% auf 1’151 (1’059) Mio CHF.


Engpässe bleiben
Mit Investitionen seien die Produktionskapazitäten in diesem Segment zwar ausgebaut worden, dennoch seien die Engpässe im vergangenen Jahr beträchtlich geblieben. Der aktuelle Auftragsbestand sei nach wie vor auf einem hohen Niveau und deute auf eine positive Entwicklung des Produktionssegments hin, so Swatch.


Mehrere Veräusserungen
Aufgrund von Veräusserungen gingen der Umsatz im Segment Elektronische Systeme um 15,9% (-15,1% in LW) auf 530 (630) Mio CHF zurück. Verkauft wurden im zweiten Halbjahr 2008 die deutsche Sokymat Automotive GmbH und die Michel Präzisionstechnik AG in der Schweiz. Aber auch bereinigt um diese beiden Veräusserungen ging der Bruttoumsatz um 12,9% zurück.


Vorsichtiger Ausblick
Swatch blickt vorsichtig, aber nicht pessimistisch auf das Geschäftsjahr 2009. Der Konzern rechnet mit einem «herausfordernden» Umfeld, insbesondere in den ersten Monaten des Jahres, geht aber davon aus, dass das weltweite Vertrauen im zweiten Halbjahr wieder hergestellt werden kann. Daher erwartet das Unternehmen ein «bescheidenes» Wachstum im Jahr 2009 gegenüber 2008, vorab dank der erwarteten Erholung in der zweiten Jahreshälfte.


Keine «katastrophale» Entwicklung erwartet
Der Umsatz im Januar 2009 und der Auftragseingang für die Monate Februar und März würden die stetige Verbesserung gegenüber dem Trend vom November und Dezember 2008 bestätigen. Eine «katastrophale» Entwicklung werde daher nicht erwartet. Vielmehr deute der Rückgang in den ersten drei bis vier Monaten gegenüber dem sehr starken Vorjahr auf eine «durchaus zu bewältigende» Rezession hin.


Wachstumsstrategie bekräftigt
Verwaltungsrat und die Konzernleitung stünden voll und ganz hinter der «klaren und gesunden» Wachstumsstrategie des Konzerns, heisst es. Dabei seien die solide Bilanz und die bisher gemachten Erfahrungen in schwierigen Marktbedingungen wichtige Vorteile in dieser Zeit. Der Konzern werde interessante Chancen zur Eroberung von Marktanteilen und zur weiteren Stärkung seiner globalen Präsenz zu nutzen wissen, heisst es. Die Angaben zum Ergebnis 2008 werden am 18. März 2009 publiziert. (awp/mc/ps/04)

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