Swatch: Konzerngewinn sinkt um 17,4 Prozent

Die Reingewinnmarge reduzierte sich dabei auf 14,8 (18,0)%, die operative Marge sank auf 21,2 (21,9)%. Auf operativer Ebene hätten ausserordentliche und bedeutende Marketingkosten für die Olympischen Spiele in Peking auf das Ergebnis gedrückt, heisst es.


Dividende unverändert
Den Aktionären wird an der kommenden Generalversammlung eine unveränderte Dividende vorgeschlagen. Je Inhaberaktien sollen 4,25 CHF und je Namenaktien 0,85 CHF ausgeschüttet werden. Das Eigenkapital sei mit 5’451 Mio CHF per Ende 2008 (Ende 2007: 5’329) nach wie vor «sehr solide». Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 75,3 (71,5)%, die durchschnittliche Eigenkapitalrendite betrug 15,5% (19,7%). Zum Umsatz hat Swatch bereits Ende Januar Angaben gemacht. Im Geschäftsjahr 2008 stieg der Bruttoumsatz um 0,4% auf 5’966 (VJ 5’941) Mio CHF, in Lokalwährungen waren es +4,3%.


«Herausforderndes 2008»
Nach einem viel versprechenden Start mit einem weiteren kräftigen Wachstum habe sich das Berichtsjahr herausfordernder gestaltet, so Swatch. Dabei habe die sich verschlechternde Wirtschaftslage vor allem auf Grosshandelsebene bemerkbar gemacht, was sich in einigen Regionen der Welt in einen spürbaren Rückgang der Nachfrage nach Uhren niedergeschlagen habe.


Uhren & Schmuck: Margen in zweiter Jahreshälfte unter Druck
Im Segment Uhren & Schmuck stieg der Umsatz – wie bereits gemeldet – in lokalen Währungen um 1,8% auf 4’796 Mio CHF (+6,6% in LW). Der Betriebsgewinn sank um 10,0% auf 828 (920) Mio CHF, was einer operativen Marge von 18,2% (20,6%) entspricht. Die operativen Margen seien in der ersten Jahreshälfte noch stark geblieben, dann aber in der zweiten Hälfte von höheren Marketingkosten in Peking und in anderen Bereichen etwas geschmälert worden.


Uhrenproduktion voll ausgelastet
In der Produktion von Uhrwerken und Komponenten wurden 1’810 Mio CHF (+7,5%; +7,7% in LW) umgesetzt. Hier verbesserte sich der Betriebsgewinn um 19,6% auf 281 (235) Mio CHF und die Marge erhöhte sich auf 16,1% (14,5%). Bisher seien praktisch keine Auftragsstornierungen verzeichnet worden und die Produktion sei im Jahr 2008 dank der hohen Nachfrage von internen und externen Kunden voll ausgelastet geblieben. Zur Margenverbesserungen hätten vorallem die höheren Volumina, die hohe Kapazitätsauslastung und der günstigere Produktemix in Richtung höherpreisige Uhrwerke beigetragen, so Swatch. Ein weiterer Faktor sei die rigorose Kostenkontrolle gewesen.


Elektronische Systeme: Weniger Umsatz – mehr Gewinn
Bei den elektronischen Systemen, wo der Umsatz um 15,9% auf 530 Mio CHF zurückging, erhöhte sich der Betriebsgewinn um 5,1% auf 104 (99) Mio CHF. Die Marge stieg auf 19,8% (15,9%). Mit der Veräusserung der deutschen Sokymat Automotive GmbH und der Michel Präzisionstechnik AG sei das Engagement in der angeschlagenen Autoindustrie reduziert worden. Um die Veräusserungen bereinigt sank der Umsatz um 12,9% und die Marge lag im Segment bei rund 11%.


Vorsichtiger Ausblick
Für die Geschäftsentwicklung in den ersten Monaten 2009 gibt sich der Uhrenhersteller «vorsichtig, aber nicht pessimistisch». Dabei gelte es aber auch zu beachten, dass die ersten Monate 2009 nicht mit dem «extrem erfolgreichen» Start in das Jahr 2008 zu vergleichen seien. Trotz den widrigen Umständen rechnet die Gruppe mit einer Erholung in der zweiten Jahreshälfte. Insgesamt werde im Jahr 2009 ein bescheidenes Wachstum gegenüber dem Vorjahr erwartet, so die Mitteilung.


«Ausgeprägtes Kostenbewusstsein»
Swatch stehe voll und ganz hinter der «klaren und gesunden» Wachstumsstrategie. Der Konzern werde interessante Chancen zur Eroberung von Marktanteilen und zur weiteren Stärkung seiner globalen Präsenz zu nutzen wissen, heisst es. Ausserdem biete die solide Bilanz in schwierigeren Marktlage wichtige Vorteile und es bestehe ein ausgeprägtes Kostenbewusstsein in der Gruppe. Die Bilanzmedienkonferenz mit den Details zum Abschluss findet am 18. März statt. (awp/mc/ps/05)

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