SWISS kündigt GAV für Bodenpersonal


Die Fluggesellschaft Swiss International Air Lines AG macht mit den neuerlichen Sparbemühungen bei den Angestellten ernst: Sie hat dem Bodenpersonal den Gesamtarbeitsvertrag (GAV) gekündigt.


Dies erklärte Konzernchef Christoph Franz den Personalvertretern bei einem Treffen. Die Swiss suche das Gespräch mit den Gewerkschaften und wolle einen neuen GAV aushandeln. Forderungen wurden nicht genannt.

Kritik der Gewerkschaft
Mit der Kündigung werde die Radikalisierung der knapp 2000 Betroffenen gefördert, kritisierte Philipp Hadorn, Präsident der Gewerkschaft SEV-GATA. Dies könne zum Boomerang für die Swiss werden. Zudem liege der GAV nur wenig über dem gesetzlichen Minimum, die Sparmöglichkeiten seien also gering. Für den jetzigen GAV habe das Bodenpersonal bereits eine Lohnstagnation, für den grössten Teil sogar eine Lohnreduktion um 5 Prozent und eine Arbeitszeiterhöhung um eine Stunde hingenommen, erinnerte Hadorn.

Swiss will weiter sparen
Der jetzige GAV läuft am 30. März 2005 aus. Die Swiss hatte wegen der Kündigungsfrist von sechs Monaten bis Ende September Gelegenheit, den GAV zu kündigen. Auch in anderen Bereichen wolle die Swiss sparen, dort gebe es aber kaum kündbare Verträge, sagte Hadorn. So hatte Swiss-Finanzchef Ulrik Svensson bereits angekündigt, dass auch die Piloten für den selben Lohn künftig mehr arbeiten müssten. Es werde auch zu Entlassungen kommen, sagte er, ohne Zahlen zu nennen. (AWP/scc/pag)



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