Swiss Life/Q1: Rückgang bei Bruttoprämien im fortgeführten Geschäft

Dies entspricht einem Rückgang um 3%, wie die Lebensversicherungs-Gesellschaft meldet. Die Swiss Life Gruppe sei in einem anspruchsvollen Marktumfeld gut ins Geschäftsjahr 2008 gestartet. «Wir sind auf Kurs und die Umsetzung unserer neuen Strategie verläuft nach Plan. Trotz dem leichten Rückgang beim Prämienvolumen gegenüber der Vorjahresperiode ist der Wachstumstrend ungebrochen», wird CEO Rolf Dörig in der Mitteilung zitiert.


Tiefere Prämieneinnahmen in der Schweiz
Während ausserhalb der Schweiz ein Prämienanstieg von 9% auf 2’287 Mio CHF verzeichnet werden konnte, gingen die Prämieneinnahmen in der Schweiz nach dem starken Wachstum im vergangenen Jahr um 8% auf 4’323 (4’685) Mio CHF zurück. Den Rückgang in der Schweiz führt die Swiss Life darauf zurück, dass die Prämien teilweise gesenkt wurden und einzelne Grosskunden sich in der beruflichen Vorsorge im vergangenen Jahr für eine autonome Lösung entschieden hätten.


Prämienwachstum in Frankreich, Zurückhaltung in Deutschland
In Frankreich erzielte Swiss Life in einem rückläufigen Markt Prämieneinnahmen im Umfang von 1’382 Mio CHF. Auf vergleichbarer Basis, also ohne die veräusserten Erisa-Gesellschaften – entspreche dies einem Prämienwachstum um 3%. In Deutschland sei durch das Inkrafttreten neuer Vorschriften bei den Maklern, dem wichtigsten Vertriebskanal von Swiss Life, eine gewisse Zurückhaltung spürbar. Die Prämien gingen um 6% auf 495 Mio CHF zurück.


Liechtenstein: Prämienvolumen verdreifacht
Im Geschäft mit vermögenden Privatkunden erzielte Swiss Life am Standort Liechtenstein in den ersten drei Monaten des Jahres ein Prämienvolumen von 275 Mio CHF gegenüber 95 Mio CHF in der Vorjahresperiode. Ausserdem sei mit der im April neu eröffneten Filiale in Singapur das Potenzial in diesem globalen Geschäft noch besser auszuschöpfen, heisst es weiter. In Luxemburg lagen die Prämieneinnahmen mit 135 Mio CHF in etwa auf dem Niveau des Vorjahresquartals.


Zielsetzungen bestätigt
Die aktuelle Entwicklung an den Finanzmärkten sei für alle Marktteilnehmer eine Herausforderung, so Dörig weiter und ergänzt: «Obwohl wir unser Engagement in Aktien Anfang des Jahres deutlich reduziert haben, wirkt sich der Einbruch an den Aktienbörsen in den ersten drei Monaten des Jahres auch auf unser Anlageergebnis aus.» Es gebe aber keinen Anlass dazu, die Zielsetzungen anzupassen.


Gewinnbeitrag von 1,45 Mrd. Franken aus Verkäufen
Weiter konnte Swiss Life die Verkäufe der Banca del Gottardo (Preis 1,875 Mrd CHF) sowie der niederländischen und belgischen Einheit (2,45 Mrd CHF) erfolgreich abschliessen. Aus den beiden Transaktionen resultiert für 2008 ein Gewinnbeitrag von rund 1,45 Mrd CHF. Zudem hat Swiss Life den Kauf von AWD abgewickelt und für 980 Mio EUR (rund 1,5 Mrd CHF) insgesamt 86,2% der Aktien von AWD erworben.


Zur Umsetzung der Zusammenarbeit mit AWD wurde ein Programm mit Projekten zu Märkten, Produkten und Betrieb gestartet. 2008 haben diesbezüglich Deutschland und die Schweiz Priorität. In Deutschland erweiterten Swiss Life und AWD die bestehende Partnerschaft bereits und werden diese weiter ausbauen, so die Mitteilung. In der Schweiz werden ebenfalls noch in diesem Jahr erste Erfahrungen in der Zusammenarbeit gesammelt. AWD wird am 14. Mai über die Ergebnisse des ersten Quartals berichten. Swiss Life hat zum ersten Mal Angaben zur Geschäftsentwicklung im ersten Quartal gemacht. (awp/mc/pg)

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