Swiss Re erwartet gemässigtes Marktwachstum

Die Swiss Re sieht sich langfristig gut positioniert, um in einem gemässigt wachsenden Markt ausgewählte Geschäftsbereiche auszubauen. Zudem sieht sich der Rückversicherer im Hinblick auf die kommenden Veränderungen des regulatorischen Umfeldes gut gerüstet. Im Weiteren hat Swiss Re im Vorfeld des heute Freitag in London stattfindenden Investorentages die Schadenschätzung für das Erdbeben in Chile auf neu 630 Mio USD von 500 Mio USD nach oben revidiert, so die Mitteilung von heute Freitag. Die gegenüber dem 10.03.2010 aktualisierten Erdbeben-Schadenschätzung verstehe sich nach Retrozession und vor Steuern. Sie basiere auf genaueren Informationen von Kunden zu den Schäden an einzelnen Gebäuden und Betrieben, heisst es weiter.


Gesamtbranche: Stabiles Wachstum erwartet 
Das Swiss-Re-Management erwartet in den kommenden zehn Jahren «ein gemässigtes, wenn auch stabiles Wachstum der (Rück-)Versicherungsbranche». Dabei soll der Nichtleben-Bereich in dieser Zeitspanne um jährlich durchschnittlich 6,5% und das Leben-Segment um 3,7% wachsen. Zugleich dürfte gemäss Swiss Re die Konsolidierung innerhalb der Branche anhalten und die Kapitalausstattung der Anbieter im Fokus bleiben. Auch dürften die anstehenden regulatorischen Neuerungen des Swiss Solvency Tests und von Solvency II die Erträge der Erst- und Rückversicherer beeinflussen, so die Mitteilung weiter.


Weiterer Ausbau
Mit Blick auf gemässigte Marktwachstum will CEO Stefan Lippe auf den bisherigen Stärken des Unternehmens aufbauen wie dem Leistungsausweis im (Rück-)Versicherungsbereich, dem Admin-Re-Geschäft und dem Asset Management. «Gleichzeitig wollen wir unser Geschäft in den Bereichen Industrieversicherung, Langlebigkeitsrisiken und in aufstrebenden Märkten ausbauen. Unser Ziel dabei ist klar: Wir wollen im Geschäft mit Rückversicherungskunden und -brokern der führende Akteur sein», wird der CEO in der Mitteilung zitiert.


Anlageportefeuille soll optimiert werden
Chief Investment Officer David Blumer will das Anlageportefeuille optimieren, wie es weiter heisst. Dabei sollen die Investitionsentscheide konsequent aus der Perspektive des Asset-Liability-Matching gefällt werden. Vor dem Hintergrund der regulatorischen Veränderungen erwartet CFO George Quinn ein «konsistenteres und ökonomischeres» Kapitalmanagement. Dies, weil das interne Modell, der Swiss Solvency Test und Solvency II konvergieren würden.  (awp/mc/ps/02)

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