Swiss Re: Kapitalknappheit als Hürde auf schnellem Weg zurück

«Leider erwischt dieser Nachfrageschub die Swiss Re in einer Situation, wo sie selber Kapitalknappheit hat. Das ist das Unglück», sagt der designierte Verwaltungsratspräsident Walter B. Kielholz in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Dienstag.


Forcierung des Nichtleben-Geschäfts
Angesichts der aktuellen Kapitalknappheit gehe es darum, das Kapital dort einzusetzen, wo die besten Erträge erzielt werden können, so Kielholz weiter. Dabei soll vor allem das Nichtleben-Geschäft forciert werden. Dieser Bereich sei zurzeit «in einer starken Phase» und seien die Preise entgegen den ursprünglichen Erwartungen «sehr fest» geblieben oder würden wieder fester.


Weltmarktführer im Rückversicherungsgeschäft
Swiss Re sei im angestammten Rückversicherungsgeschäft Weltmarktführer und habe in diesem Bereich im langjährigen Vergleich gute Margen erzielt – vor allem in den vergangenen zwei, drei Jahren. Künftig werde sich Swiss Re auf das klassische Rückversicherungs-Asset-Management konzentrieren. Entsprechende Anpassungen seien in den letzten zwölf Monaten bereits erfolgt, so Kielholz.


Schrittweiser Abbau der restlichen Finanzinstrumente
Zu den Verlusten auf den Finanzinstrumenten im Anlageportefeuille sagte Kielholz im Interview, dass die entsprechenden Titel «ausserhalb oder am Rande» der Kernkompetenz von Swiss Re gelegen hätten. Dieses Portefeuille habe nicht der Strategie entsprochen. Rückblickend gesehen habe das Management nicht schnell genug reagiert. Die Restbestände dieser Finanzinstrumente sollen nun gemäss Kielholz schrittweise abgebaut werden, «aber unter Beachtung der Werterhaltung für die Aktionäre».


Im Weiteren bezeichnete Kielholz die Beziehung zum Grossinvestor Warren Buffet als «at arm’s length». Ein Interessenskonflikt bestehe nicht. (awp/mc/pg/02)

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