Swissfirst-Affäre: Ex-Pensionskassen-Manager zahlt Gelder zurück

Siemens gehe davon aus, dass es sich um eine Teilzahlung der Kickback-Zahlungen des ehemaligen Anlagechefs handle, sagte Siemens- Sprecher Charles Breitenfellner am Montag auf Anfrage. Er bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Die Zahlung sei in Absprache mit dem ermittelnden Staatsanwalt Arno Thürig erfolgt.


Bestechungs- oder Schmiergeldzahlungen
Der Portfolio-Manager war Anfang September von der Zürcher Staatsanwaltschaft unter dem Vorwurf der Annahme von so genannten «Kickbacks» festgenommen worden. Dabei handelt es sich um Bestechungs- oder Schmiergeldzahlungen, die auf dem Umweg über überhöhte Rechnungen oder Provisionsvereinbarungen an den Auftraggeber oder an von ihm begünstigte Dritte zurückfliessen.


Swissfirst-Aktienpaket verkauft
Der Angeschuldigte sass rund einen Monat in Untersuchungshaft. Der Fall war im Zuge der Untersuchungen gegen die Bank Swissfirst ins Rollen gebracht worden. Die Siemens-Pensionskasse gehört zu den Kassen, die 2005 vor der Swissfirst-Bellevue-Fusion dem damaligen Swissfirst-Chef Thomas Matter ein Swissfirst-Aktienpaket verkauft hatte.


Pensionskassen entgingen Millionengewinne
Nach der Fusion der beiden Banken war der Swissfirst-Aktienkurs deutlich gestiegen. Damit seien den Pensionskassen Millionengewinne entgangen, lautet der Vorwurf. Die Verantwortlichen der Swissfirst dementieren, jemals «Kickbacks» an Pensionskassenverantwortliche bezahlt zu haben. (awp/mc/ab)

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