Swissmetal mit Umsatz- und Gewinnrückgang im ersten Halbjahr

Der Mitarbeiterbestand sei seit Ende Dezember 2004 um 73 Vollzeitstellen auf 759 gesunken, schreibt Swissmetal in einer Medienmitteilung in der Nacht zum Freitag. Der wegen der konjunkturellen Abkühlung «notwendige Personalabbau» sei «auf Basis zeitliche befristeter Arbeitsverträge» durchgeführt worden.


Über die Höhe des Rückgangs zufrieden
Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2004 erwirtschaftete Swissmetal einen um «lediglich» 5% tieferen Bruttoumsatz in Höhe von 102,8 Mio CHF. Das Unternehmen zeigte sich über die Höhe des Rückgangs zufrieden – angesichts der «Abkühlung in der europäischen Kupferhalbzeugsbranche». Grund für den relativ kleinen Rückgang seien die hohen Metallpreise.


Swissmetal musste sich auch mit weniger Gewinn begnügen
Allerdings sank der Bruttobearbeitungsumsatz, der Umsatz ohne die Metallkosten, im ersten Halbjahr 2005 um 11% auf 55,7 Mio CHF. Im ersten Halbjahr 2004 war der Bruttobearbeitungsumsatz noch um 13% gestiegen. Swissmetal musste sich auch mit weniger Gewinn begnügen: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank auf 2,8 Mio CHF nach 6,9 Mio CHF im ersten Halbjahr des Vorjahres.


Schwarze Zahlen auch in einem schwierigen Umfeld
Der Reingewinn lag Mitte diesen Jahres bei 2,5 Mio CHF. Beim Halbjahrsabschluss 2004 hatte Swissmetal einen Reingewinn von 12,3 Mio CHF ausgewiesen, zwei Drittel davon hatte das Unternehmen aber auf Einmaleffekte zurückgeführt. Obwohl Swissmetal weniger verdient hat, zeigte sich die Unternehmensleitung zufrieden mit dem Halbjahr: Die Zahlen zeigten «die Fähigkeiten des Unternehmens, auch in einem schwierigen Markumfeld schwarze Zahlen zu schreiben».


Neue Doppelspitze in der Firmenführung
In Zukunft wird die Firma von einer Doppelspitze geführt, wie aus dem Communiqué weiter hervorgeht. Die Generaldirektion werde per 1. September aus zwei Personen bestehen. CEO Martin Hellweg wird dann Daniel Brendel als «Executive Vice President» an die Seite gestellt. Brendel – seit Januar 2005 Chef Vertrieb – werde künftig auch für die gesamte Produktion verantwortlich sein. Ziel sei, die Prozesse zwischen Vertrieb und Produktionsplanung besser abstimmen zu können, heisst es. (awp/mc/ab)

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