Swissmetal rutscht 2008 in die Verlustzone

Der Reinverlust (EAT) betrug im 2008 6,5 Mio CHF, nachdem im Vorjahr noch ein Reingewinn von 11,4 Mio CHF erzielt werden konnte. Auf Stufe EBIT resultierte ein Minus von 2,4 (VJ Gewinn 14,5) Mio CHF, wie die Herstellerin von Spezialmetallen und Kupferlegierungen mitteilte. Das Betriebsergebnis sei von einer Abwertung der Metallbestände um 4,7 Mio CHF negativ beeinflusst worden, hiess es. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA nahm auf 11,2 (28,6) Mio CHF ab. Als Grund dafür gibt Swissmetal einen höheren Betriebsaufwand für Hilfs- und und Betriebsstoffe im Zusammenhang mit Umstellungen in der Produktion an.


Bruttoumsatz um 20 % eingebrochen
Bereits bekannt war der Bruttoumsatz des Geschäftsjahres 2008, der um 20% auf 324,9 (VJ 407,0) Mio CHF einbrach. Der Umsatzrückgang wird auf die tieferen Metallpreise zurückgeführt. Belastend hätten sich aber auch hier Lieferengpässe ausgewirkt, welche durch den Übergang der Produktion auf die neu installierte Extrusionspresse entstanden seien. Zudem habe sich im Q4 die Verschlechterung der Wirtschaftslage ausgewirkt. Der Bruttobearbeitungsumsatz (Bruttoumsatz abzüglich Metall zu Standardmetallkosten) der produzierenden Werke sank um 10% auf 113,8 Mio CHF. Der Umsatz mit Dritthandelsprodukten belaufe sich auf 22,8 Mio CHF und liege somit um 14% unter Vorjahr, so die heutige Mitteilung weiter.


Lageroptimierungsprogramm
Die Bruttomarge wird mit 126,4 Mio CHF (-15%) angegeben. Das laufende Lageroptimierungsprogramm leiste hierzu einen positiven Beitrag von 9,2 Mio CHF, da der Metallbestand im Produktionszyklus reduziert werden konnte, so Swissmetal. Die Bilanzsumme der Gruppe ist per Ende Dezember 2008 um 27,1 Mio auf 209,8 Mio CHF gesunken. Swissmetal begründet den Rückgang hauptsächlich mit dem sinkenden Umlaufvermögen.


Kostensenkungsmassnahmen eingeleitet
Der negative Nachfragetrend aus dem 4. Quartal 2008 habe sich auch zu Jahresbeginn 2009 bis heute fortgesetzt, schreibt Swissmetal weiter. Der Auftragseingang liege weiterhin in praktisch allen Marktsegmenten deutlich unter Vorjahr. Swissmetal habe mit einer Anzahl von Massnahmen die Kosten nochmals weiter reduziert, um den Break-even-Punkt zu senken und damit möglichst gut für verschiedene Szenarien der immer noch andauernden Wirtschaftskrise gewappnet zu sein. Dazu gehörten auch Kurzarbeitsmassnahmen an allen drei Produktionsstandorten. Nach dem Überstehen der Weltwirtschaftskrise sieht sich Swissmetal mit der restrukturierten Kostenstruktur und ihren Produkten gut positioniert, um profitabel wachsen zu können. (awp/mc/pg/01)

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