Tchibo leidet unter starker Konkurrenz – Restrukturierung läuft

Dies geht aus dem Zwischenbericht der Muttergesellschaft Tchibo Holding AG vom Dienstag hervor. Der Gewinn des Teilkonzerns Tchibo vor Steuern und Zinsen (EBIT) reduzierte sich sogar um 57 Prozent auf 45 Millionen Euro. Allerdings hatte Tchibo in den vergangenen Jahren kräftig verdient.


Hohe Kosten für das Restrukturierungsprogramm
Das Unternehmen begründete den Gewinnrückgang auch mit den Kosten für das Restrukturierungsprogramm «Stärken stärken», dessen Erfolge eventuell schon im zweiten Halbjahr 2007 sichtbar werden würden. Davon hänge die Umsatz- und Ertragsentwicklung wesentlich ab. Das Projekt läuft bis 2009. Tchibo hatte die sehr hohen Erträge der Vergangenheit nicht halten können, weil zunehmend Discounter und andere Handelsunternehmen das Konzept kopierten, jede Woche mit einem wechselnden Sortiment von Gebrauchsartikeln die Kunden zu umwerben. Deshalb investiert das Unternehmen nun stärker in Innovationen, Marketing und Logistik der Marke Tchibo.


Namenwechsel
Die Tchibo Holding AG, die sich in maxingvest ag umbenennen will, ist die Familienholding eines Teils der Hamburger Familie Herz. Neben Tchibo gehört dazu die Mehrheit am Nivea-Konzern Beiersdorf. Der Gesamtkonzern aus Tchibo und Beiersdorf hat im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von vier Prozent auf 4,58 Milliarden Euro und gleichzeitig einen Gewinnrückgang von ebenfalls vier Prozent auf 334 Millionen Euro verbucht. (awp/mc/gh)


 

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