Thales: Derzeit keine Fusion mit Safran wegen schlechter Marktbedingungen

Die Marktbedingungen für ein Zusammengehen beider Unternehmen seien für die Thales-Aktionäre derzeit ungünstig, sagte Thales-Chef Denis Ranque der «Financial Times» und «Les Echos» (Mittwochausgaben). Vor allem verwies Ranque auf die Dollar-Schwäche, die Safrans Einkünfte belasteten. Safran generiert einen grossen Teil seines Umsatzes in US-Dollar.


Alcatel-Lucent wirkt ebenfalls entgegen
Einer Fusion beider Unternehmen habe auch der französische Telekomausrüster Alcatel-Lucent entgegengewirkt, hiess es weiter. Alcatel-Lucent gehören 21 Prozent an Thales. Die französische Regierung hält an Thales 27,2 Prozent und an Safran 30,4 Prozent.


Zusammenarbeit mit Finmeccanica
Weiter Ausschau halten will der Thales-Chef nach Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit der italienischen Finmeccanica . Beide Unternehmen arbeiten bereits bei Raumfahrtprojekten zusammen. Für eine Annäherung zwischen Thales und dem europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS würde die französische Regierung aber kein grünes Licht geben, hiess es in «Les Echos». Dies könnte EADS im Verteidigungssektor schwächen. Frankreich hält zusammen mit dem Medienkonzern Lagardere 22,5 Prozent der Anteile an der Airbus-Mutter. (awp/mc/ab)

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