Tokio-Schluss: Nikkei kaum verändert – Vorsicht wegen US-Krise

Händler verwiesen auf positive Vorgaben aus den USA. Dort hatten die Indizes im Plus geschlossen. Die Schwäche des Yen habe ausserdem das Interesse an exportorientierten Werten erhöht, sagten Börsianer. Frühe Kursgewinne wurden allerdings wieder abgegeben. Die Anleger hielten sich nach Einschätzung der Händler wegen der Bedenken über Auswirkungen der US-Hypothekenkrise zurück. Sie erhofften sich vom Treffen des geldpolitischen Ausschusses (Federal Open Market Committee) der US-Notenbank in der kommenden Woche eine Einschätzung zur Krise auf dem US-Markt für Hypotheken mit geringer Bonität, sagte Händler Kazuhiro Takahashi von Daiwa Securities SMBC. Je nach Ausgang könnte das die Märkte belasten oder für Auftrieb sorgen.


Aktien von Mitsui Chemicals stiegen nach Zahlen 4,1 Prozent auf 950 Yen. Das Unternehmen hatte bekanntgegeben, dass sein Nettogewinn für das erste Geschäftsjahr sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt habe.


Titel von Toyota Motor gewannen 0,1 Prozent auf 7.080 Yen. Nach Börsenschluss hatte der Autobauer mitgeteilt, dass sein operativer Gewinn im ersten Quartal kräftig angestiegen war. Starke Umsätze und der schwache Yen habe Kostensteigerungen abgefangen. Isuzu Motors stiegen 2,1 Prozent auf 628 Yen, Mazda Motor gewannen 1,1 Prozent auf 655 Yen und Yamaha Motor stieg 1,6 Prozent auf 3.260 Yen.


Das Interesse für Immobilienwerte war nach Bekanntgabe des Anstiegs von Grundstückspreisen am Vortag weiter hoch. Sumimoto Realty & Development stiegen 4,7 Prozent auf 3.760 Yen, Nomura Real Estate gewannen 2,5 Prozent auf 3.680 Yen, Mitsui Fudosan legten 1,6 Prozent auf 3.280 Yen zu und Mitsubishi Estate gewannen 1,6 Prozent auf 3.250 Yen.


Aktien von Herstellern von Elektroartikeln waren ebenfalls gefragt. Sony stiegen 1,0 Prozent auf 6.110 Yen, Sharp gewannen 1,5 Prozent auf 2.060 Yen und Matsushita Electric Industrial legten 1,2 Prozent auf 2.140 Yen zu.


Titel von Konica Minolta gewannen nach Zahlen 2,5 Prozent auf 1.781 Yen. Der Hersteller von Bürobedarf hat seinen Nettogewinn für das erste Geschäftsquartal um 52,9 Prozent gesteigert. Konica Minolta legte am Donnerstag Zahlen vor. (awp/mc/ab)

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