UBS baut um: Alle 3 Geschäftsbereiche sollen als selbständige Einheiten agieren

Die bereichsübergreifende Zusammenarbeit soll mit dem Ziel, die Ertragskraft des Konzerns zu maximieren, gefördert werden, schreibt die Bank am Dienstag in einer Mitteilung.


Klare Schwächen aufgezeigt
Die interne Überprüfung der Strategie habe klar Schwächen aufgezeigt, die mit dem integrierten Geschäftsmodell verbunden seien, so VR-Präsident Peter Kurer. «Einige dieser Schwächen – etwa das Verwischen des tatsächlichen Risiko-Rendite-Profils einzelner Aktivitäten, haben sich als Quelle substanzieller Risiken erwiesen, wie sich in den vergangenen Monaten herausgestellt hat». Das neue Geschäftsmodell erlaube es der UBS, rascher und effizienter auf neue Entwicklungen in der Finanzbranche zu reagieren. Die neue Struktur erhöhe zudem die Transparenz darüber, welche Bereiche der Bank Mehrwert schaffen.


Strikte Standards
Die Bank will strikte Standards für Zuteilung und Einsatz von Kapital etablieren und die Unternehmensführung auf der Basis von nachhaltiger Wertschöpfung entlohnen. Die Zusammenarbeit der drei Geschäftsbereiche Wealth Management und Business Banking, Investment Bank sowie Global Asset Management soll auf Basis klarer Regeln für die marktgerechte Verrechnung von unternehmensinternen Leistungen, die Ertragsbeteiligung und die Vermittlung von Kundenbeziehungen erfolgen. Alle drei Bereiche würden weiter unter der Marke UBS am Markt auftreten.


Entlöhnung stärker auf Finanzergebnisse der Bereiche ausgerichtet
Stärker auf die Finanzergebnisse der Geschäftsbereiche ausgerichtet werden soll die variable Entlöhnung von Management und Mitarbeitenden. Dies bringe die Anreize zur Gewinnerzielung in Einklang mit diszipliniertem Risikomanagement, unter Berücksichtigung des jeweiligen Risiko-Rendite-Profils, so die UBS.


Gesamtkonzernleitung mit Fokus auf konzernweite Interessen und Aufgaben
Geleitet wird die neu positionierte Bank durch den CEO, der durch die Konzernleitung und das neu gebildete Executive Committee unterstützt wird. Die Gesamtkonzernleitung werde sich auf konzernweite Interessen und Aufgaben fokussieren, insbesondere im Zusammenhang mit zentral erbrachten Dienstleistungen, der Nachfolgeplanung, der Förderung bereichsübergreifender Erträge, der Überwachung regionaler Governance-Richtlinien und Veränderungen im Geschäftsportfolio des Konzerns.


Executive Committee überwacht finanzielle Führung
Dem Executive Committee – bestehend aus Group Chief Executive Officer, Group Chief Financial Officer, Group Chief Risk Officer und Group General Counsel – obliege die Allokation von Ressourcen innerhalb des Konzerns. Es überwache die finanzielle Führung und das Risikomanagement der Geschäftsbereiche mit Fokus auf Risiken, Kapital und Finanzierung, definiere adäquate Zielvorgaben für die einzelnen Geschäftsbereiche und überwache deren Einhaltung.


Mehr Autonomie für CEO’s der drei Geschäftsbereiche
Die CEO’s der drei Geschäftsbereiche erhalten mehr Autonomie. In der Verantwortung der Regionen CEO’s wiederum liege es, mittels bereichsübergreifender Zusammenarbeit Mehrwert für die Aktionäre zu schaffen. Zudem seien diese für sämtliche Beziehungen von UBS mit den Aufsichtsbehörden der jeweiligen Region zuständig.


Ausbau Global Wealth Management & Business Banking mit Priorität
Strategische Priorität geniesse der weitere Ausbau der Global Wealth Management & Business Banking Aktivitäten; und dabei insbesondere die Ausweitung der globalen Präsenz in Wachstumsmärkten des internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts.


Investment Bank: Neupositionierung wird fortgeführt
Die Investment Bank werde die Neupositionierung in Richtung kundenbezogenes Wachstum in Verbindung mit einer weiteren Reduktion der Bilanz und der Risikopositionen fortführen. Jedes der Geschäftsfelder Equities, Investment Banking sowie Fixed Income, Currencies and Commodities wird künftig an individuellen Kapitalertragszielen gemessen werden.


Umbau per Ende 2009 abgeschlossen
Die UBS rechnet damit, dass die gesamten Veränderungen Ende 2009 abgeschlossen sein werden. Die Neupositionierung werde es erlauben, sehr rasch Chancen zu nutzen, um jeden einzelnen Geschäftsbereich zu stärken. Nach Erholung der Finanzmärkte kann dies durch Zusammenarbeit, Joint Ventures oder andere Formen der Kooperation geschehen, so die Absicht der UBS. (awp/mc/pg/06)

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