UBS: Reingewinn auf 2`830 bis 3`449 Mio CHF geschätzt

Allerdings messen die Analysten diesem Ergebnis aufgrund des enthaltenen Buchgewinns von rund 2 Mrd CHF aus dem Verkauf der Beteiligung an der Julius Bär Holding AG keine grosse Bedeutung zu.


Fokus liegt vor allem auf dem Investment Banking
Ihr Fokus liegt vor allem auf dem Investment Banking, dessen Handelsergebnis im ersten Quartal durch einen Verlust von 150 Mio CHF auf den von Dillon Read Capital Management (DRCM) verwalteten Vermögen belastet wurde. Die DRCM-Bereiche Principal Finance, Credit Arbitrage sowie Commercial Real Estate wurden deshalb in den entsprechenden Sparten des Investment Bank integriert. Damit verbunden sind gemäss CFO Clive Standish einmalige Kosten von 300 Mio USD aber auch Einsparungen von 200 Mio CHF jährlich. Die Analysten gehen davon aus, dass 200 Mio CHF der Kosten im zweiten Quartal 2007 verbucht wurden. Allerdings befürchten die Marktteilnehmer, dass die UBS zusätzliche Kosten im zweiten Quartal bekanntgeben könnte. Das Investment Banking steht aber auch wegen den Negativmeldungen bezüglich des amerikanischen Subprime-Geschäfts und dem Leverage Finance im Zentrum des Interesses. Die Marktteilnehmer erhoffen sich von der Bank Angaben zu deren Exposure zu diesen Märkten respektive zu möglichen Auswirkungen auf das zweite Halbjahr.


Blick auf den neuen CEO Marcel Rohner
Im weiteren richtet sich der Blick auf den neuen CEO Marcel Rohner, der erstmals ein Quartalsergebnis in der Funktion des Konzernchefs präsentieren wird. Von ihm werden präzisierende Angaben zu den Schwerpunkten, die er setzen will, erhofft. Anfang Juni erklärte VR-Präsident Marcel Ospel, alles deute darauf hin, dass das Resultat für das zweite Quartal im Rahmen der Markterwartungen ausfallen werde.


Nachhaltige Eigenkapitalrendite angestrebt
Die Grossbank strebt im weiteren eine nachhaltige Eigenkapitalrendite nach Steuern von mindestens 20% an. Das verwässerte Ergebnis je Aktie im Gesamtkonzern soll jährlich zweistellig wachsen. Beim Neugeldzufluss wird für das gesamte Finanzdienstleistungsgeschäft (einschliesslich Global Asset Management und Business Banking Switzerland) ein deutlicher Wachstumstrend angestrebt und das Aufwand-Ertragsverhältnis im Finanzdienstleistungsgeschäft soll das der führenden Konkurrenten der UBS nicht übersteigen. Anfang Juli trat der bisherige CEO Peter Wuffli überraschend zurück. Marcel Rohner, der bisher Wufflis Stellvertreter war, leitet seitdem die Bank.


Verkauf der Beteiligung an der Julius Bär Holding
Die UBS hat aus dem Verkauf ihrer Beteiligung an der Julius Bär Holding im Juni einen Vorsteuer-Buchgewinn von rund 2,0 Mrd CHF erzielt. Die Mittel werden gemäss dem Institut in den kommenden Monaten für Aktienrückkäufe im Zuge des im März angekündigten Programms genutzt. Dieses läuft über drei Jahre. Maximal sollen eigene Aktien im Umfang von 10% der ausstehenden Aktien zurückgekauft werden.


Bisherige Strategie bestätigt
Anlässlich der Ankündigung des Wechsels an der Konzernspitze bestätigte VR-Präsident Ospel die bisherige Strategie. Danach will das Institut zwar weiter durch verschiedene Initiativen und auch selektierte, kleinere Übernahmen wachsen, nicht aber via einer grösseren Akquisition. (awp/mc/gh)

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