Umsatz steigt im Baugewerbe im Q2 um 7,8 Prozent

Dies geht aus der Quartalsstatistik des Schweizerischen Baumeisterverbandes (SBV) vom Mittwoch hervor. Der Wachstumstrend dürfte sich fortsetzen: Der Arbeitsvorrat belief sich Ende Juni auf 11,9 Mrd CHF (+9%). Als Grund für das beachtliche Wachstum gegenüber dem Vorjahr sieht der SBV vor allem den harten Winter, der die Bautätigkeit im ersten Quartal fast zum Erliegen gebracht habe. Deshalb sei es nun im zweiten Quartal zu einem Nachholeffekt gekommen.


Privater Wohnungsbau rückläufig
Eine negative Auswirkung der Wirtschaftskrise stellt der SBV dagegen bei der Bautätigkeit von Privaten fest. So sank der Umsatz im privaten Hochbau um 7,1%. Davon seien vor allem kleinere und mittlere Bauunternehmen betroffen. Besonders stark betroffen war der Wohnungsbau, bei dem der Umsatz um 9,1% zurückging. Eine Verbesserung der Lage sei nicht zu erwarten, heisst es weiter. Der Auftragseingang ging nämlich in der gleichen Grössenordnung zurück. Den Rückgang wertet der SBV aber als Normalisierung, da in den letzten Jahren ein starker Anstieg zu verzeichnen war.


Bedeutende regionale Unterschiede
Gross sind zudem die regionalen Unterschiede: Während in den Kantonen Zürich, Waadt und Thurgau mehr gebaut wurde, ging die Bautätigkeit in Freiburg, Luzern und im Tessin zurück. Für das laufende Jahr geht die Branche weiter nicht von einer Abkühlung aus. Die gemeldeten Bauvorhaben für das dritte Quartal lägen 11,3% über dem Vorjahr, hiess es weiter. Dazu trage der Tiefbau wesentlich stärker bei, als der Hochbau. Vor allem die Aufträge der öffentlichen Hand stützten die Branche.


Konjunkturprogramm lediglich ein Klacks?
Die konjunkturellen Massnahmen des Bundes stünden dabei aber nicht im Vordergrund, hält der SBV fest. Mit einem Arbeitsvolumen von rund 500 Mio CHF leisteten diese nur einen geringen Beitrag. Zum Vergleich: Im letzten Jahr baute das Gewerbe für fast 18 Mrd CHF. (awp/mc/ps/20)

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