US-Ausblick: Gewinne – Rückläufige Ölpreise und Daten stützen

Der Auftragseingang für langlebige Güter ging in den USA im April weniger stark als erwartet zurück.


Gegen 14.55 Uhr stieg der Future auf den Dow Jones Industrial um 0,38 Prozent auf 12.601 Zähler, nachdem der US-Leitindex bereits am Vortag 0,55 Prozent auf 12.548,35 Zähler gewonnen hatte. Der Future auf den NASDAQ 100 legte um 0,70 Prozent auf 2.007,00 Punkte zu. Am Dienstag hatte der technologielastige Index um 1,86 Prozent auf 1.995,44 Punkte gewonnen.


Aktien von Intel könnten unter Druck geraten. Die EU plant laut einem Pressebericht, die Vertriebspraktiken des weltgrössten Chipherstellers Intel zu verbieten. Faktisch habe sich Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes bereits entschieden, schreibt die «Financial Times Deutschland» (FTD) in ihrer Mittwochausgabe unter Berufung auf Brüsseler Kreise. Die Wettbewerbsbehörde habe nach jahrelangen Recherchen genug belastende Beweise. Neben dem Verbot des bisherigen Vertriebs drohe Intel eine Geldbusse von maximal zehn Prozent des Jahresumsatzes; das wären nach Angaben der Zeitung umgerechnet 2,6 Milliarden Euro.


Dagegen könnten Eli Lilly von einer positiven klinischen Studie profitieren. Nach Angaben des Pharmaunternehmens hat eine Phase-III-Studie zum Medikament Alimta bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs ihren so genannten «primären Endpunkt» erreicht.


Boeing stehen nach Aussagen des Konkurrenten Airbus im Fokus. Die Flugzeugtochter des Luft- und Raumfahrtunternehmens EADS blickt trotz des schwierigen Dollar-Euro-Kurses und der hohen Kerosinpreise optimistisch in die Zukunft. «Wir erwarten auch 2008 ein ganz starkes Jahr für Airbus und wollen in den kommenden 20 Jahren 24.000 Flugzeuge bauen», erklärte Airbus-Chef Thomas Enders. Papiere von JetBlue Airways sollten ebenfalls im Auge behalten werden. Die amerikanische Lufthansa-Beteiligung stellt den Kauf von 21 Flugzeugen von Airbus zurück. Grund für diesen Schritt seien die steigenden Kosten für Treibstoff, teilte das Unternehmen mit.


Aktien von Coca-Cola Enterprises gaben vorbörslich deutlich nach. Die Coca-Cola-Tochter erwartet für das zweite Quartal wegen der schwachen Konjunktur in Nordamerika einen Gewinnrückgang im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich. Das Jahresziel von 1,50 bis 1,55 Dollar Gewinn je Aktie (EPS) könnte bei anhaltend schwierigen Bedingungen eine Herausforderung werden. Die Coca-Cola-Aktie selbst zeigte sich von der Nachricht wenig beeindruckt. Das Unternehmen geht davon aus, dass das internationale Geschäft die Schwäche des heimischen Marktes wettmachen sollte.


Papieren von Amylin Pharmaceuticals winken nach einem positiven Analystenkommentar Kursgewinne. Lehman Brothers hatte die Einstufung für die Titel auf «Equal-weight» angehoben. (awp/mc/pg)

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