US-Eröffnung: Indizes drehen ins Plus – Verbrauchervertrauen stützt

Zwischenzeitlich war er belastet durch anhaltende Sorgen vor einer Grippepandemie sowie erneut schlechter Nachrichten aus dem Bankensektor bis auf 7.938,98 Zähler abgerutscht. Der marktbreite S&P-500-Index stieg um 0,38 Prozent auf 860,75 Punkte. An der Technologiebörse NASDAQ ging es für den Composite-Index um 0,50 Prozent auf 1.687,80 Zähler nach oben. Der NASDAQ 100 legte um 0,50 Prozent auf 1.376,82 Punkte zu.


Der vom Conference Board ermittelte Index der Verbraucherstimmung kletterte von revidiert 26,9 Punkten im Vormonat auf 39,2 Punkte – den höchsten Stand des laufenden Jahres. Volkswirte hatten indes einen Anstieg auf 29,5 Punkte erwartet. Der Vormonatswert war ursprünglich mit 26,0 Punkten angegeben worden. «Der scharfe Anstieg zeigt, dass die Verbraucher an eine Bodenbildung der Konjunktur glauben», sagte Lynn Franco, Direktor des Consumer Research Centers. «Der Index bleibt aber weiter deutlich unter dem Niveau zu Zeiten starken Wirtschaftswachstums.»


Aus dem Bankensektor gab es denn auch erneut negative Nachrichten. Die beiden angeschlagenen Finanzkonzerne Citigroup und Bank of America brauchen laut einem Medienbericht womöglich erneut milliardenschwere Kapitalspritzen. Das habe die Bankenaufsicht den zwei Instituten als Ergebnis des «Stress-Tests» zur Stabilität der Branche mitgeteilt, berichtete das «Wall Street Journal» am Dienstag unter Berufung auf Insider. «Die Stress-Tests sind für die weitere Richtung der Märkte entscheidend», sagte Huw van Steenis, Bankenanalyst bei Morgan Stanley in London. «Sie sind nicht nur wichtig für die Aktienkurse, um auszurechnen, wie hoch eine mögliche Verwässerung ausfallen könnte. Sie wurden ja auch durchgeführt, um die Kreditwürdigkeit des Sektors zu verbessern.» Citigroup-Aktien verloren 3,91 Prozent auf 2,95 US-Dollar, für BoA-Papiere ging es um 2,80 Prozent auf 8,67 Dollar nach unten.


Der Kreditkartenkonzern American Express hat zusammen mit dem deutschen Versicherer Allianz 1,9 Milliarden Dollar aus dem Verkauf von Anteilen an der chinesischen ICBC Bank erzielt. Dieser Schritt war vom Markt erwartet worden, die Anteile verteuerten sich aber um 0,70 Prozent auf 24,40 Dollar. JPMorgan gehörten mit plus 2,10 Prozent auf 33,47 Dollar zu den Dow-Favoriten.


Pfizer sanken nach Kursgewinnen vom Vortag um 0,96 Prozent auf 13,36 Dollar. Der weltgrösste Pharmakonzern hatte im ersten Quartal wegen negativer Währungseffekten und der Konkurrenz durch Generika weniger verdient als im Vorjahr. Das Ergebnis pro Aktie (EPS) fiel aber dennoch besser als vom Markt erwartet aus. Bristol-Myers Squibb sanken um 2,48 Prozent auf 20,03 Dollar, obwohl das Pharmaunternehmen im ersten Quartal die Erwartungen ebenfalls übertreffen konnte.


United States Steel rutschten um 4,84 Prozent auf 26,37 Dollar ab. Der Stahlkonzern hatte am Vorabend nach Börsenschluss schwache Zahlen zum ersten Quartal vorgelegt. Der Verlust fiel deutlich höher als befürchtet aus. Zudem kündigte US Steel drastische Schritte an, um die Bilanz auf Vordermann zu bringen. Dazu gehört etwa, die Dividende um mehr als 80 Prozent zu kürzen. (awp/mc/pg/28)

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