US-Eröffnung: Kaum verändert – Merck profitiert von Studie

Volkswirte rechnen nicht damit, dass die Fed Hinweise auf die künftige Geldpolitik in den Vereinigten Staaten geben werde.


Der Dow Jones (DJIA) gab um 0,02 Prozent auf 10.625,30 Punkte nach. Der marktbreite S&P-500-Index sank um 0,08 Prozent auf 1.135,26 Punkte. An der Nasdaq verlor der Composite-Index 0,07 Prozent auf 2.280,71 Zähler. Der Auswahlindex Nasdaq 100 stieg um 0,01 Prozent auf 1.861,90 Zähler.


Gestützt wurde der DJIA vor allem von einem kräftigen Kursplus der Aktien von Merck & Co. . Nach einer Hochstufung des Pharmapapiers von «Neutral» auf «Outperform» durch die Credit Suisse sprangen sie mit plus 3,91 Prozent auf 39,02 US-Dollar an die Dow-Spitze. Die Produkt-Story von Merck & Co. und auch die Möglichkeit für Synergien brächten Aufwärtspotenzial für die Aktien mit sich, schrieben die Analysten. Dabei verwiesen sie darauf, dass die Einschätzung der nächsten sechs bis 24 Monate leichter geworden sei. Das Kursziel für die Papiere stuften die Analysten von 35 auf 47 Dollar hoch. Die Pfizer-Aktien profitierten als Branchenkollege indirekt von der Studie und stiegen um 1,28 Prozent auf 19,01 Dollar.


Die Google-Aktien hingegen büssten im Nasdaq-Auswahlindex 0,99 Prozent auf 584,62 Dollar ein. Der führende Suchmaschinen-Betreiber droht damit, sein China-Geschäft einzustellen. Sollten die Behörden in Peking nicht einlenken und Inhalte ungefiltert zulassen, ist Google bereit, sich aus dem grössten und am schnellsten wachsenden Internetmarkt der Welt zurückzuziehen. Auslöser der überraschenden Kehrtwende sind nach Angaben von Google massive Hacker-Angriffe aus China.


Die Aktien des weltgrössten Chipherstellers Intel rückten wegen des am Donnerstag nach Börsenschluss anstehenden Geschäftsberichts bereits leicht ins Licht. Sie gaben um 0,15 Prozent auf 20,58 Dollar nach. Der Konzern dürfte mit seinen Zahlen für das abgelaufene Quartal erneut die Markterwartungen übertreffen, glauben Händler. Analysten warnten aber auch vor den Folgen eines möglicherweise enttäuschenden Ausblicks des Konzerns auf die Geschäfte des laufenden Jahres. Sollte der Ausblick «nicht rosig genug ausfallen», sei ein Kurssturz der Aktie möglich, was dann auch die Stimmung am Gesamtmarkt deutlich eintrüben dürfte.


Erneut zogen auch die Papiere von Kraft Foods das Interesse der Anleger auf sich ziehen. Der Lebensmittelkonzern hatte am Dienstag nach US-Börsenschluss seine Gewinnprognose für das abgelaufene Jahr angehoben. Nach der jüngsten Schätzung rechnet Kraft mit einem Gewinn je Aktie von bis 2,00 Dollar, nach zuvor bis zu 1,97 Dollar, was das Kraft-Papier um 1,23 Prozent auf 29,65 Dollar steigen liess.


Die Bank of America (BofA) sorgte mit einer Personaldebatte für Schlagzeilen: Die Grossbank ist auf der Suche nach einem neuen Finanzvorstand. Der amtierende Finanzchef Joe Price wird laut Konzernangaben das Geschäft mit Konsumenten und kleinen Unternehmen sowie den Kreditkartenbereich übernehmen. Price war Anfang Oktober noch als interner Bewerber für den Posten des Übergangschefs für das Gesamtunternehmen genannt worden. Die Aktie reagierte mit einem Abschlag von 0,21 Prozent auf 41,93 Dollar. (awp/mc/pg/23)

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